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Wie heisst es so schön, was lange währt wird endlich gut. Nun habe ich es auch geschafft einen Weblog auf die Beine zu stellen. So fühlt sich das also an am Puls der Zeit zu sein.

So frei und unbekümmert wie die bunten Drachen am Himmel über Kabul kreisten, so war auch das Leben in Afghanistan der siebziger Jahre. Mit diesen Schauspiel über den Wolken beginnt die Geschichte des „Drachenläufers“ vom Regisseur Marc Forster. Als Vorlage diente der Bestseller-Roman von Khaled Hosseini.

Das herzzereißende Drama handelt von zwei jungen Freunden, Amir und Hassan. Der eine ist Sohn eines wohlhabenden Paschtunen, der andere das Kind eines Hazara-Dieners, der auf dem Familenanwesen arbeitet. Zusammen gehen die beiden Freunde durch dick und dünn – so scheint es zumindest.

Eines Tages jedoch, als Hassan von drei Jugendlichen vergewaltigt wird, siegt die Angst über die Freundschaft – Amir läßt seinen Freund im Stich. Die Wege der beiden trennen sich. Nach dem Einmarsch der Russen im Land, flüchtet Amir gemeinsam mit seinem Vater nach Amerika. Hassan wird er nie wieder sehen.

Nach 30 Jahren kehrt Amir mit seiner Kindheits-Schuld in die vom Krieg zermürbte Heimat. Er will unbedingt eine offene Rechnung begleichen, zumal sich herausstellt, dass Hassan sein Bruder war. Und diese Gelegenheit bietet sich an. Nach der Erschießung Hassans, gerät sein Sohn in die Hände der Taliban. Amir macht sich auf die Suche und bringt ihn letztlich in Sicherheit.

Da ich nah am Wasser gebaut bin, habe ich mich lange dagegen gesträubt, diesen Film anzuschauen. Nach einigen Taschentüchern und ein paar Stunden Abstand, kann ich nichts anderes tun, als den Film empfehlen.

Trotz diverser Auszeichnungen sorgte der „Drachenläufer“ auch für negative Schlagzeilen. Aus Angst vor Anschlägen der Taliban wurden die jungen Hauptdarsteller samt ihrer Familien rausgeflogen. Zudem wurde der Film in Afghanistan verboten. Das afghanische Kulturministerium sprach das Verbot wegen einigen „fragwürdigen“ und „nicht akzeptablen“ Szenen aus. Diese würden Unruhe in der Bevölkerung stiften und den Konflikt zwischen Paschtunen und Hazara verschärfen.

Hier der Trailer:

Mathias Müller von Blumencron und Georg Mascolo sind die beiden neuen Lenker des Nachrichtenmagazins SPIEGEL. Die Doppelspitze folgt auf Stefan Aust, der als Chefredakteur mit sofortiger Wirkung freigestellt wurde.

Blumencron ist seit 1992 beim SPIEGEL. Zuletzt war er als Chefredakteur von SPIEGEL-ONLINE tätig. Mascolo, der seine Arbeit beim SPIEGEL bereits 1988 begann, leitete zuvor das Hauptstadtbüro in Berlin. Ausschlaggebend für diese Besetzung war die Verjüngung und somit eine Modernisierung des Blattes.

Als Nachfolger von Stefan Aust, der 13 Jahre lang die Fäden beim auflagenstärksten Nachrichtenmagazin Europas zog, wurde der Redaktionsleiter des ZDF Heute-Journals Claus Kleber gehandelt. Das Angebot schlug der Anchorman jedoch mit der Begründung ab, das Fernsehen sei sein Medium. „Es ist keine Entscheidung gegen das wichtigste Print-Magazin, sondern für das beste TV-Magazin“, sagte Kleber.

Was für ein schönes Statement, nicht wahr? Da könnte sich so mancher Diplomat eine Scheibe davon abschneiden.

Rapper sind eine gefährliche Spezies, sagt man. Jene Musiker können Worte so formen, dass sie zu einer lyrischen Waffe werden. Es wird verbal attackiert, im Hip-Hop Jargon gesagt, gedisst. Was anfänglich mit einem nicht jugendfreien Text beginnt, kann jedoch schnell zu einer Schießerei auf der Straße werden. Aktuelles Beispiel: Die Schüsse auf den Rapper Massiv in Berlin.

So mancher US-Rapper braucht sich aber nicht einmal mehr die Hände schmutzig zu machen. Denn bei einigen schreckt der Name schon ab. Ihr Ruf folgt ihnen sozusagen voraus. Da erleben Namen wie Khadafi, Kastro, Edi Amin, Capone, Jim Jones oder die Gambino Family eine Renaissance.

Ob rücksichtslose Diktatoren, Mafia-Gangster oder durchgeknallte Sektenführer – ein historischer Name mit möglichst „Blut an den Händen“ gehört oftmals zum Image eines Rap-Stars genauso dazu, wie zehntnerweise Gold um den Hals, eine fette S-Klasse und halbnackte Schönheiten an der Seite.

Denn besonders im Hip-Hop Business gilt: Je negativer die Schlagzeilen, desto besser der Ruf. Illegaler Waffenbesitz, Knastaufenthalt, Drogenkonsum – was in der einen Welt ein Kopfschütteln auslöst, sorgt in der Hip-Hop Szene für eine bessere Reputation, für steigende Plattenverkäufe, für Geld und Erfolg. Kontrovers zu sein ist „in“, heute vermutlich mehr denn je.

Für diejenigen, die nur Bahnhof verstehen, habe ich eine kleine exemplarische Liste zusammengestellt, auf das Rapper-Pseudonym folgt die eigentliche Persönlichkeit:

Makaveli (2Pac) – Niccolo Machiavelli, umstrittener italienischer Politiker und Philosoph

Kastro – Fidel Castro, kubanischer Regierungschef

Khadafi – Muammar al-Gaddafi, Staatschef von Libyen

Fatal Hussein – Saddam Hussein, ehemaliger irakischer Diktator

Edi Amin – Idi Amin, ugandischer Diktator

Napolean – Napoleon Bonaparte, französischer Feldherr

Capone/Al Kapone – Al Capone, italienischer Mafiaboss

Noreaga – Manuel Noriega, korrupter Präsident Panamas

Gambino Family – Gambino Familie, ein Mafiaclan der Cosa Nostra

Nas Escobar – Pablo Escobar, kolumbianischer Drogenhändler

Jim Jones – Jim Jones, Gründer der „Peoples Temple“ Sekte

Khomeini – Ruhollah Chomeini, iranischer Ayatollah

Cassidy – Butch Cassidy, amerikanischer Gesetzloser

Daz Dillinger – John Dillinger, amerikanischer Gangster

Achja, wer noch auf der Suche nach einem originellen Pseudonym ist, der wird eventuell hier fündig:

http://rapstarname.com/

Mit diesem selbstkritischen Satz endet der aktuelle Kinofilm „Der Krieg des Charlie Wilson“, der auf wahren Tatsachen basiert. In der Polit-Satire wird auf amüsanter Weise gezeigt, wie die USA Afghanistan mit Waffen beliefern und damit Russland im Kalten Krieg die Stirn bieten.

Charlie Wilson (Tom Hanks) ist ein ausschweifender Abgeordneter aus Texas, der mit Hilfe der einflußreichen Joanne Herring (Julia Roberts) aus dem Etat von fünf Millionen Dollar für verdeckte Aktionen im Ausland letztlich 500 Millionen macht, die dann in moderne Waffen für die Mudschaheddin investiert werden.

Nach der erfolgreichen Vertreibung der Sowjets, drehen die USA den Geldhahn jedoch wieder zu. Und anstelle den Wiederaufbau im Land am Hindukusch zu forcieren, überlassen sie es sich selbst. Die Folgen davon sind allseits bekannt. Der Film ist witzig und traurig zugleich und verschafft einen guten Überblick über die schmerzhaften Versäumnisse Amerikas.

Hier der Trailer:

Okay nicht jeder wünscht sich eine Moschee neben seinem Haus oder eine Kirche oder einen Gebets-Tempel oder vielleicht eine Synagoge. Dafür geht man schon mal gerne auf die Straße, um seinem Ärger Luft zu machen.

„Nein zur Moschee“, fordert auch die Bürgerinitiative Ausländerstopp München auf ihrer Homepage. Doch das ist noch nicht alles. Als rigoroser Gegner der Globalisierung setzt man noch einen drauf: „Über 400.000 Menschen – also jeder Dritte – haben in München „Migrationshintergrund“. Dies verändert das Leben in der Stadt – leider allerdings negativ“, so heisst es unter den „Zielen“ der Münchner Herrschaften.

Desweiteren werden gefordert: „Arbeitsplätze zuerst für Einheimische“, „Konsequente Förderung einheimischer Familien“ sowie „Getrennte Klassen für deutsche und ausländische Schüler“. Schon machte sich ein Hauch Politik breit, für die eigentlich die NPD einsteht. So war es nicht weiter verwunderlich, dass unter den Verweisen die Internetpräsenz der NPD Bayern zu finden ist.

Was kann man dazu noch sagen? Ich zitiere einfach den Slogan der BIM. Dieser lautet: „Handeln statt wegsehen – kämpfen statt kuscheln!“. Also lasst uns auf die Strassen ziehen und weg mit dem Mist!

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