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Seit Neuestem kann ich in meinem Ebay-Account stolze zehn Bewertungen vorweisen. Zehn Bewertungen bedeuten einen goldenen Stern! Was für eine Leistung!
Heute morgen, als ich meine Mails gecheckt habe, überschlugen sich die Ereignisse. Das Ebay- Team schickte mir seine herzlichsten Glückwünsche, dazu einen Bildschirmschoner und ein Hintergrundbild mit meinem Ebay-Namen darauf.
Als wäre das noch nicht genug. In einem Videoclip gratuliert mir eine Handvoll Ebay-Mitarbeiter zu meiner tollen Leistung. Das nenne ich individuelle Mitgliederbetreuung!
Hier das Video.
Was lange währt, wird endlich gut! Die Chefredakteure des deutsch-arabischen Jugendportals „Li-Lak“ (Goethe-Institut) haben endlich ein neues Schwerpunktthema festgelegt. Dieses lautet „Vorbilder“, die Texte dazu können hier eingesehen werden.
Gerade eben habe ich deutschsprachigen Hip-Hop Webseiten entnommen, dass Rap-Star Bushido bald seine Biografie veröffentlichen wird.
Wie so oft frage ich mich, wie eingebildet und von sich überzeugt müssen Menschen sein, um mit Ende 20 eine Biografie zu verfassen. Hat Anis Ferchichi wie Bushido bürgerlich heisst, denn so viel in seinem relativ jungen Leben erlebt, dass dieses jetzt schon einen Wälzer füllt? Anscheinend schon.
Auf seiner Homepage lässt er jedenfalls verlauten: „Dieses Buch ist wie meine Musik und mein Alltag – überraschend und skrupellos!“ Doch Bushido erzählt in seinem Werk, an dem er zusammen mit einem Journalisten zwölf Monate lang gearbeitet hat, nicht nur wie es ist ein Gangster zu sein. Nein, der Berliner greift auch Themen wie Religion, Politik und die Suche nach dem Sinn des Lebens auf. Man kann also richtig gespannt sein
Als Kulturbanause will ich ja gar nicht abgestempelt werden. Daher machte ich mich mit meiner Freundin am gestrigen Abend ins Ulmer Theater auf. „Das Produkt“ war der Name des Stücks, das von Mark Ravenhill geschrieben wurde. Der Engländer gilt Wikipedia zufolge, als einer der populärsten Dramatiker des modernen britischen Theaters.
Seine knapp einstündige Mediensatire wurde in einem kleinen Raum unterhalb des großen Spielsaals aufgeführt. Der Plot: Produzent James versucht die Schauspielerin Olivia für seinen neuen Film zu gewinnen. Das Drehbuch handelt von Amy, einer jungen global agierenden Geschäftsfrau, deren Freund beim Anschlag auf das World Trade Center am 11. September ums Leben gekommen ist.
Einige Zeit später verliebt sich Amy ausgerechnet in den attraktiven Al-Quaida-Terroristen Mohammed. Hautnah erlebt sie die Planung eines Selbstmordattentats auf das Disneyland in Paris, wonach sie ihren gefährlichen Liebhaber an die Polizei verrät. Als Amy jedoch die Fernsehbilder von seiner Misshandlung auf Guantanamo sieht, wird auch sie zur Kampfmaschine…
Rezension in der FAZ: „Wohl kaum jemand hat bislang gewagt, so schonungslos und aberwitzig komisch die Ängste und Vorurteile der westlichen Welt gegenüber dem Islam ans Tageslicht zu zerren.“
Ich meine: Interessanter und lustiger Blick hinter die Kulissen des Showgeschäfts, wobei sich die Frage nach den Tabus und der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft stellt. Zugleich geht Regisseur Ravenhill nicht gerade zimperlich mit dem Islam um.
Es war jedenfalls ein empfehlenswerter Theaterbesuch. Ich bin gespannt, wann jener Film tatsächlich auf der großen Leinwand zu sehen sein wird.





