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Spätestens seit gestern hat uns die Obamania auch hierzulande erreicht. 200.000 Menschen lauschten begeistert Barack Obamas Grundsatzrede zu Europa in Berlin.

Doch wer geglaubt hat der Präsidentschaftsanwärter würde eine Floskel in deutscher Sprache loswerden, der  wurde bitter enttäuscht.

Wie gerne erinnert man sich an John F. Kennedys Satz „Ich bin einer Berliner“ vom 26. Juni 1963 oder Bill Clintons „Berlin bleibt doch Berlin!“ vom 14. Mai 1998.

Und Obama? Nicht einmal zu einem „Danke schön“ oder einem „Aufwiedersehen“ ließ sich der amtierende Senator aus Illinois bewegen. Doch er ist kein Nachahmer, er ist ein Pionier. Schließlich hat er sich das Motto „Change“ auf die Fahnen geschrieben.

Und das deutsche Volk wird es ihm verzeihen und für den Ausgang des Wahlkampfes sicherlich beide Daumen drücken. Denn wie gerne hätten wir doch auch so einen Obama!

Es war letztes Jahr im April. Richard Gere, seines Zeichens Hollywoodstar, schnappt sich auf einer Pressekonferenz die Bollywood-Schönheit Shilpa Shetty und küsst sie mehrmals auf ihre Wange.

Jene Szene löste ein Sturm der Entrüstung in Indien aus. Scharen von aufgebrachten Menschen protestierten, setzten Bilder des Übeltäters in Brand und skandierten Parolen wie „Berührt unsere Frauen nicht“ oder „Das verstößt gegen indisches Ethos“.

Bei solchen Bildern stelle ich mir immer die Frage: Haben die Leute nichts anderes zu tun, als bei jedem kleinen  Misst auf die Straßen zu ziehen? Ich denke, dabei handelt es sich womöglich um einen neuen Trend. Die protestierende Zunft verweilt zunächst einmal irgendwo im Dunkeln, bis dann eines Tages die erhoffte Nachricht eintrifft. Zügig geht es anschließend auf die Barrikaden.

Arbeitslosigkeit, Hungers- und Geldnot hin oder her. Die Frage ist doch, wieso bin ich hier und nicht dort auf der Straße, dort, wo es um die wesentlichen Dinge des Lebens geht, wie eben gegen den Lümmel aus Amerika in den Kampf zu ziehen!

Hierzulande wird jene „Eigeninitiative“ sogar belohnt. Unter dem Motto „Rent a demonstrant“ ziehen Leute los, zumeist Studenten, schwenken Fahnen, singen Parolen ab und bessern dabei ihre Kasse auf – eine Art Demo-Söldner gewissermaßen.

Der sandige Platz vor der großen Bühne ist rappelvoll. Oben auf jener wird ein gigantisches Plakat ausgerollt. Es zeigt den Mann, der in wenigen Augenblicken für ein musikalisches Erdbeben sorgen wird. Während der DJ dem Publikum mächtig einheizt, wird die Dramaturgie durch klassische Klänge gesteigert. Die Spannung scheint ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Und dann kommt er. Die Rap-Legende aus Kalifornien, der Mann, der Gangsta-Rap salonfähig machte, der Gangsta-Rapper schlechthin – Ice Cube. Gedoppelt von WC, seinem langjährigen Kameraden, performt er nebst zahlreichen Klassikern wie „It Was A Good Day“ auch Songs von seinem kommenden Album „Raw Footage“ und stellt abermals unter Beweis, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Ice Cube und WC live on stage:

Der rund einstündige Auftritt gehörte sicherlich zu den Highlights des MTV HIP HOP OPEN 2008 am vergangenen Samstag im Herzen Stuttgarts. Knapp 10000 Fans pilgerten auf das Festivalgelände „Reitstadion“ in Bad Cannstatt, um sich dem zwölfstündigen Hip Hop-Marathon zu stellen. Zum achten Mal – mit einer Auszeit im Fussball-Weltmeisterschaftsjahr – gab sich auch dieses Jahr die Crème de la crème des deutschen Hip Hop in der Landeshauptstadt die Ehre. Ice Cube und Ludacris, die beiden Headliner aus den USA sorgten abermals für ein hochkarätig und international  besetztes Line-Up. Berliner Rapper Prinz Pi fungierte als Moderator und führte durch das Programm.

Bevor die „Großen“ ran durften machten Dude & Phaeb den Auftakt. Die Nachwuchs-Rapper aus Hildesheim gewannen den „MySpace Most Wanted“-Wettbewerb und bekamen somit die Gelegenheit auf dem OPEN ihr Können unter Beweis zu stellen. Zuvor mussten die beiden in einem Track erklären, warum ausgerechnet sie auf die Festival-Bühne sollten.

Es folgten Huss & Hodn aus Köln, Marteria aus Rostock, der sich mit Songs aus seinem neuen Album „Base Ventura“ empfahl sowie F.R. aus Braunschweig. Mit einem Mix aus Jazz, Broken Beats, HipHop, Samba, Reggae und Soul hatten anschließend Pete Philly & Perquisite ihren Auftritt. Die beiden Jungs aus den Niederlanden waren gewissermaßen für das Kontrastprogramm verantwortlich, fernab der Bling-Bling Attitüde und der „Sex Sells“ Mentalität. Im Anschluss zeigten die Stuttgarter Maeckes & Plan B vor heimischer Kulisse was sie drauf haben.


Olli Banjo lieferte wieder einmal eine energiegeladene Show. Nach dem gebürtigen Heidelberger waren die Looptroop Rockers an der Reihe. Die drei Schweden, Promoe, Supreme und EmBee reisten mit ihrer aktuellen Platte „Good Things“ im Gepäck an. Die CunninLynguists aus den USA, bestehend aus Kno, Deacon the Villain und MC Natti präsentierten danach den Southern Boom-Bap, wie sie ihren Rap-Stil selbst nennen.

Richtig laut wurde es, als der Maskenmann die Bühne betrat. Sido, unterstützt von B-Tight, untermauerte seine derzeitige Vormachtstellung in der deutschen Rap-Szene. Auf Wunsch seiner Anhänger ließ er sich zum Schluss nicht nehmen den quasi legendären „Arsch****-Song“ zu performen. Bevor Ice Cube das Haus rockte, sorgten die sieben Jungs von Culcha Candela mit lockeren Rhymes für gute Stimmung im Reitstadion.

Zur besten Prime Time konnte die Reunion von Dynamite Deluxe, also Samy Deluxe, Tropf und DJ Dynamite, gefeiert werden. Bejubelt wurde ebenfalls der erste Live-Auftritt von Ludacris in Deutschland. Der „Dirty South“ Rapper gab zu guter Letzt einen kleinen Vorgeschmack auf sein kommendes Album „Theater Of The Mind“, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Klassiker wie „Move Bitch“, mit denen Ludacris den Südstaaten-Rap auf ein neues Level brachte, kamen ebenfalls nicht zu kurz. Luda sorgte jedoch zwischenzeitlich für ein kollektives Kopfschütteln: Ohne Vorwarnung verließ der MC die Bühne – in der Tat kein würdiger Abschluss eines tollen Abends. Das dachte sich wohl auch der Rapper, als er dann doch wieder den Weg Richtung Bühne einschlug und mit einer Zugabe die Fans milde stimmte.

Und auch das Rahmenprogramm hatte es in sich. Wer sich die Beine vertreten wollte, konnte die zahlreichen Verkaufsstände aufsuchen, beim Freestyle-Battle mitmachen oder den Graffiti-Profis über die Schulter schauen. Auch wettertechnisch gab es nichts zu meckern – der Regen hielt sich zurück, zumindest bis zum Auftritt von Ludacris, was der Stimmung allerdings keinen Abbruch tat. Es war also ein rundum gelungenes Event für Fans, Veranstalter und Künstler oder um es mit den Worten von Ice Cube zu sagen:  “It was a good day“.

Sieht er nicht toll aus? Mehr als das! Auch wenn er nicht unbedingt mehr kann, als ein gewöhnlicher PDA. Aber lassen wir das! Ich möchte das süße Ding nicht in Einzelteile zerlegen und ausstattungstechnisch untersuchen.

Haben will ich es, ganz einfach! Ich schwimme zwar nicht mit dem Strom, aber ich bin von Apples neuestem  Glanzstück restlos begeistert! Nur preislich müsste sich da noch ein wenig tun, hoffentlich.

Was mein nächstes Mobiltelefon angeht, so habe ich mich jedenfalls entschieden.

Es fängt stets vielversprechend an: Freitagabend, die Arbeit ist getan, das Wochenende steht vor der Tür. Ich fühle mich wieder kompetent genug, um Karten für einen Kinofilm zu reservieren. Erwartungsvoll durchscannt mein Blick das Programm des UFA-Palastes in Stuttgart. Abrupt bleibt jener stehen, ja, das muss er sein, das Highlight der Kinowoche, der Blockbuster schlechthin.

Die Vorfreude ist groß. Die Kumpels werden um den Finger gewickelt. Los gehts! Nach rund zwei Stunden kehrt  Ernüchterung ein. „Was für ein Müll!“ heisst es dann oder „Und dafür habe ich sechs Euro bezahlt!“. Der  Schuldige ist schnell gefunden. Den ganzen weiteren Abend werden meine Kenntnisse als Cineast lautstark in Frage gestellt.

Wie wahr! Ich gebe es auch zu! Nach einigen riskanten Vorschlägen muss ich das wohl über mich ergehen lassen. Obwohl ich nach dem letzen Griff ins Klo, geschworen habe mich aus jener Thematik rauszuhalten, wird die Liste sicherlich um einige weitere „Hits“ ergänzt.

Besonders verflucht werde ich wegen folgenden Fehlgriffen:

- „Das Mädchen aus dem Wasser“
- „All The Boys Love Mandy Lane“

Prädikat wertvoll, unbedingt anschauen!

Eines noch zur Selbstkritik. Das folgende Video bringt es auf den Punkt:

Die Aktiven Artisten starten durch, straight from Benztown! Hier das Video zur ihrer ersten Single „Wir sind soweit“. Check it out!

Nach einer richtig üblen Aufschieberitis in der Prüfungsphase ist nun alles vorbei. Ade 2. Semester und willkommen Sommerferien! Jetzt wird erstmal gechillt, fashizzle!

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