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Was für eine grandiose Olympia-Eröffnung das war. Spätestens, als die olympische Fackel entflammte, dachte sich wohl jeder, lass die Chinesen doch machen, die haben sich’s verdient. Die vermeintlich perfekte Inszenierung zog Zuschauer auf der ganzen Welt in ihren Bann.

Nun, rund eine Woche danach, geraten immer mehr schmutzige Details an die Öffentlichkeit. Der Schein trog gewaltig. Die riesigen Fußspuren beispielsweise, die in das National-Stadion führten sind bis auf die beiden letzten am Computer entstanden. 

Das kleine Mädchen, das sich mit ihrer „Ode ans Vaterland“ in die Herzen der Zuschauer sang, war den Veranstaltern offenbar zu häßlich, sie war dicklich und hatte eine Zahnlücke, wie es heißt. Auf die Bühne durfte indes die niedliche Lin Miaoke, die entschieden fotogener wirkte.

Gut, jene beiden Manipulationen kann man verzeihen. Weitaus ernster hingegen ist ein Vorfall, der sich bei der  Generalprobe abspielte und erst jetzt publik gemacht wurde. Dabei ist eine Tänzerin so böse gestürzt, dass sie sich einer sechsstündigen Operation unterziehen musste. Nun ist die junge Frau querschnittsgelähmt.

Die Zeugen schwiegen. Sie hatten auch keine andere Wahl. Alle Beteiligten mussten zuvor eine Schweigepflichterklärung unterschreiben. Bei Verstoß drohte eine jahrelange Gefängnisstrafe. What’s next?

Seit der Markteinführung des neuen Iphone 3G können die Besitzer des revolutionären Mobiltelefons zusätzliche Anwendungen aus dem App Store runterladen. Jene Programme sind von mehr oder weniger talentierten Drittanbietern entwickelt worden, die ihre Dienste gratis oder größtenteils zu einem Preis von unter zehn Dollar anbieten.

Die mit großem Abstand teuerste Software stammt von einem deutschen Einfallspinsel. Das Programm mit dem Namen „I Am Rich“ kostet im App Store stolze 800 Dollar. Nach dem Download dieser Anwendung erscheint im Iphone Display der Sinnspruch „I am rich / I deserv it / I am good / healthy & successful“ – man beachte die hervorragenden Englischkenntnisse, beim Wort „deserv“ fehlt das „e“ am Ende.

Acht experimentierfreudige Menschen haben bereits 800 Dollar für diesen Schinken ausgegeben. Tja, ist Programmierer Armin Heinrich nun der Beklopfte schlechthin oder hat er einfach das System durchschaut? Apple zumindest hat den Blödsinn durchschaut und die Applikation aus dem App Store entfernt.

Und so funktioniert jenes unentbehrliche Programm:

Der gestrige Samstag war Reisetag. Mit dem Wochenend-Ticket der Deutschen Bahn ging es für mich und meinen Kumpel Matthias nach München (ein weiterer Kamerad musste kurzfristig passen).

Vieles gab es zu sehen: Der englische Garten, der Marienplatz mit der Einkaufsmeile, der Königsplatz mit dorischen Propyläen und Glyptothek und für mich als FCB-Fan das Trainingsgelände an der Säbener Strasse. Doch bevor wir durch die bayerische Metropole flanierten, brachen wir in die Provinz auf, in die Pampa gewissermaßen.

Das Ziel war die Gemeinde Kirchheim. Da kommt schnell die Frage auf: Was zum Teufel macht man da in diesem Kaff?! Nun, in jenem Kirchheim befindet sich die McDonalds Filiale der Zukunft. Für Fast-Food-Liebhaber ein Muss – eigentlich. Denn letztlich gab es in dem weltweit einzigen Testbetrieb, der konzernintern D10, „Destination 2010“ genannt wird, nicht viel mehr als in einem gewöhnlichen McDonalds – zumindest essenstechnisch nicht.

Bis auf einige Frühstücks-Leckereien, Suppen beim McCafe sowie die Möglichkeit des individuell zusammengestellten Salates, konnte ich keine weiteren Unterschiede ausmachen. Ganz anders sieht es indes mit dem Ambiente aus. Der neue McDonalds gleicht mit seinen stylischen Sitzen und Tischen eher einem Wellness-Studio als einem Schnellrestaurant, Chillout-Lounge inklusive.

Zum Bestellen gibt es wie beim Flughafen einen Check-In Schalter, bei dem man auf dem Touchscreen aus der Speisekarte wählen kann. Anschließend wird eine Quittung mit einer Nummer ausgedruckt. Sobald die Bestellung fertig ist, wird jene Nummer auf dem Bildschirm über der Theke angezeigt.

Und damit man die McDonalds-Filiale mit gutem Gewissen verlassen kann, geht es im „Ronald Gym Club” nebenan ans Eingemachte. Ob Basketball, Kletterwand oder Fahrradfahren – McDonalds setzt auf Kalorienverbrennen im eigenen Haus.

Wir haben bereits vor dem Besuch im Fast-Food-Tempel unzählige Kalorien verbrannt. Da wir nicht genau wussten, wo jener in Kirchheim angesiedelt ist, lernten wir unfreiwillig den gesamten Ort kennen und statteten versehentlich gar der Nachbargemeinde einen Besuch ab – zu Fuß versteht sich. Den anschließenden Big-Tasty-Burger haben wir uns freilich mehr als verdient! Ja, da legst di nieder!

PROST!

Cayenne ist der Name eines Geländewagen-Modells von Porsche. Cayenne ist aber auch eine Pflanze aus der das Gewürzpulver Cayennepfeffer hergestellt wird. Es lag somit nahe – zumindest was den gemeinsamen Namen angeht -, dass der schwäbische Autohersteller Porsche die Patenschaft für das tropische Gewächs im Stuttgarter Zoo Wilhelma übernommen hatte. Welch eine interessante Erkenntnis, die ich beim gestrigen Besuch im Tiergarten gewonnen habe, nicht wahr?

Außerdem gab es einen persischen Leoparden, der hitzebedingt versuchte seinen Kopf in ein Plastikrohr zu stecken, einen forschen Pinguin, der es auf den Haltegurt meiner Digitalkamera abgesehen hatte und jede Menge Apfelstückchen für die süßen Erdmännchen. Wie gern ich doch so einen Timon mit nach Hause genommen hätte!

Hier einige Eindrücke:

Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Das weiß ich spätestens seit der gestrigen Radtour an den Bärensee.

Die Sonne schien unermüdlich, kein Wölkchen weit und breit – das optimale Ausflugswetter also. Motiviert durchstöberte ich meinen Kleiderschrank. Tatsächlich, irgendwo zwischen den zig schwarzen T-Shirts kramte ich ein weißes Hemd hervor. Es wäre wohl Selbstmord gewesen sich draußen bei jener Hitze im dunklen Gewand blicken zu lassen.

Bei dem auserwählten Stück handelte es sich um ein weißes Shirt, das ich vor rund fünf Jahren im Hard Rock Café-Köln käuflich erworben habe und das seitdem unbenutzt in den Tiefen meines Schranks dahinvegetierte – eine Premiere also.

Bevor es durch Felder und Wälder ging, sammelte ich meinen Kumpel Matthias ein, der einige Hundert Meter weiter mindestens genauso motiviert in seinem Gärtchen ausharrte. Die Gartentür ging auf, ein Blick und es brach eine Mischung aus Gelächter und Entsetzen aus. Was war passiert?

Mein Radelpartner stand da, im klitzegleichen T-Shirt, weiß mit der gleichen „Hard Rock Café Cologne“-Aufschrift – Matthias zufolge, ein Hemd, das er ebenfalls jahrelang nicht der Öffentlichkeit präsentierte. Ich dachte, mich holen sie ab. Nach einer kleinen Diskussion trauten wir uns schließlich im Partnerlook auf die Straße.

Mit einer ganz bestimmten Assoziation im Hinterkopf, war es wahrlich nicht sehr angenehm, als schwules Pärchen belächelt zu werden. Nichtsdestotrotz war der vierstündige Ausflug toll und wir standen ganz tapfer zu unserer Entscheidung.

Hier das Beweisfoto:

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