Der gestrige Samstag war Reisetag. Mit dem Wochenend-Ticket der Deutschen Bahn ging es für mich und meinen Kumpel Matthias nach München (ein weiterer Kamerad musste kurzfristig passen).

Vieles gab es zu sehen: Der englische Garten, der Marienplatz mit der Einkaufsmeile, der Königsplatz mit dorischen Propyläen und Glyptothek und für mich als FCB-Fan das Trainingsgelände an der Säbener Strasse. Doch bevor wir durch die bayerische Metropole flanierten, brachen wir in die Provinz auf, in die Pampa gewissermaßen.

Das Ziel war die Gemeinde Kirchheim. Da kommt schnell die Frage auf: Was zum Teufel macht man da in diesem Kaff?! Nun, in jenem Kirchheim befindet sich die McDonalds Filiale der Zukunft. Für Fast-Food-Liebhaber ein Muss – eigentlich. Denn letztlich gab es in dem weltweit einzigen Testbetrieb, der konzernintern D10, „Destination 2010“ genannt wird, nicht viel mehr als in einem gewöhnlichen McDonalds – zumindest essenstechnisch nicht.

Bis auf einige Frühstücks-Leckereien, Suppen beim McCafe sowie die Möglichkeit des individuell zusammengestellten Salates, konnte ich keine weiteren Unterschiede ausmachen. Ganz anders sieht es indes mit dem Ambiente aus. Der neue McDonalds gleicht mit seinen stylischen Sitzen und Tischen eher einem Wellness-Studio als einem Schnellrestaurant, Chillout-Lounge inklusive.

Zum Bestellen gibt es wie beim Flughafen einen Check-In Schalter, bei dem man auf dem Touchscreen aus der Speisekarte wählen kann. Anschließend wird eine Quittung mit einer Nummer ausgedruckt. Sobald die Bestellung fertig ist, wird jene Nummer auf dem Bildschirm über der Theke angezeigt.

Und damit man die McDonalds-Filiale mit gutem Gewissen verlassen kann, geht es im „Ronald Gym Club” nebenan ans Eingemachte. Ob Basketball, Kletterwand oder Fahrradfahren – McDonalds setzt auf Kalorienverbrennen im eigenen Haus.

Wir haben bereits vor dem Besuch im Fast-Food-Tempel unzählige Kalorien verbrannt. Da wir nicht genau wussten, wo jener in Kirchheim angesiedelt ist, lernten wir unfreiwillig den gesamten Ort kennen und statteten versehentlich gar der Nachbargemeinde einen Besuch ab – zu Fuß versteht sich. Den anschließenden Big-Tasty-Burger haben wir uns freilich mehr als verdient! Ja, da legst di nieder!

PROST!