Was für eine grandiose Olympia-Eröffnung das war. Spätestens, als die olympische Fackel entflammte, dachte sich wohl jeder, lass die Chinesen doch machen, die haben sich’s verdient. Die vermeintlich perfekte Inszenierung zog Zuschauer auf der ganzen Welt in ihren Bann.

Nun, rund eine Woche danach, geraten immer mehr schmutzige Details an die Öffentlichkeit. Der Schein trog gewaltig. Die riesigen Fußspuren beispielsweise, die in das National-Stadion führten sind bis auf die beiden letzten am Computer entstanden. 

Das kleine Mädchen, das sich mit ihrer „Ode ans Vaterland“ in die Herzen der Zuschauer sang, war den Veranstaltern offenbar zu häßlich, sie war dicklich und hatte eine Zahnlücke, wie es heißt. Auf die Bühne durfte indes die niedliche Lin Miaoke, die entschieden fotogener wirkte.

Gut, jene beiden Manipulationen kann man verzeihen. Weitaus ernster hingegen ist ein Vorfall, der sich bei der  Generalprobe abspielte und erst jetzt publik gemacht wurde. Dabei ist eine Tänzerin so böse gestürzt, dass sie sich einer sechsstündigen Operation unterziehen musste. Nun ist die junge Frau querschnittsgelähmt.

Die Zeugen schwiegen. Sie hatten auch keine andere Wahl. Alle Beteiligten mussten zuvor eine Schweigepflichterklärung unterschreiben. Bei Verstoß drohte eine jahrelange Gefängnisstrafe. What’s next?