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Nun ist es amtlich – von heute an bin ich Teilhaber des Fußballklubs Borussia Dortmund. Na gut, ich bin kein zweiter Abramowitsch – auch wenn das der Ruhrpott-Klub gerne hätte – nein, ich habe lediglich 50 Aktien des Vereins erworben. Angesichts der Finanzkrise und der seit Jahren andauernden mäßigen Leistung der Borussen gab es jenes Wertpapier fast geschenkt.
Ein Fehler? Mal schaun, ich lasse sie erst einmal im Depot liegen und hoffe auf bessere Zeiten für die Schwarz-Gelben. Gleichzeitig stecke ich in einem schweren Gewissenskonflikt. Wie zum Teufel kann ich als eingefleischter Bayern-Fan nun Daumen für den einstigen Rivalen drücken?!
UPDATE: Zu meinem Einstand siegte der BVB am gestrigen Abend mit 1:0 in Köln – da geht doch was! Und auch dem FC Bayern gelang ein Auswärtserfolg in Frankfurt – der vierte Pflichtspielsieg in Folge.
Ja das wird endlich gut! In einem schmucken Päckchen kam es heute Vormittag an – mein Iphone.
Kurz gesagt: Es ist richtig cool, aber es wird einige Zeit in Anspruch nehmen, bis ich das Gadget zähmen werde.
Übrigens: Dieser Eintrag wurde in bester „Moblogging“-Manier verfasst, also direkt mit dem Iphone. Das Kofferwort Moblog setzt sich aus den Wörtern „mobil“ und „Weblog“ zusammen – und wieder etwas gelernt.
Dieburg hat mich wieder – nach drei Monaten erholsamer Sommerferien bin ich in der hessischen Provinz angekommen.
Ja, es tut verdammt gut wieder im Studentenwohnheim zu sein. Da ist der nächtliche Lärm, wenn der erbarmungslose Nachbar wieder einmal seine Reggae-Platten auflegt, da ist die verdreckte Küche, die einem Salmonellenbunker gleicht oder die Cannabis-Geruchswolke auf dem Balkon, die einem in den Kopf steigt – ein tolles Leben eben.
Apropos Leben – meine im Stich gelassenen Pflanzen haben die drei Monate ohne jegliche Liebe und Pflege überlebt, dachte schon, ich stoße nach der Rückkehr auf eine Seuche in meinem Zimmerchen. Mitnichten.
Verändert hat sich aber auch einiges: Von Oktober an wird das Wohnheim nicht mehr vom Studentenwerk Darmstadt betrieben. Das Mietverhältnis wurde von einer britischen Immobilien-Firma übernommen.
Diese hat die Mietekosten gleich mal – man höre und staune – um 24 Euro gesenkt. Sparen ist immer gut – das dachten sich auch die neuen Hausherren, denn im Gegenzug wird an Strom und Wasser gespart. So gibt es in den Korridoren der Wohngemeinschaft kein durchgehendes Licht mehr und die Türen zur Hälfte aller Badezimmer sind verriegelt.
Was soll’s, man kann schließlich nicht alles haben! Der Standort des Wohnheims hingegen – zwei Minuten Fußmarsch zur Hochschule – tröstet über alle Unannehmlichkeiten hinweg. Dennoch erschien ich heute leicht verspätet zur Vorlesung.
Das Tierheim in Böblingen, das einzige im Landkreis, steht kurz vor der Schließung. Es geht natürlich ums Geld und das fehlt. Das Tierheim finanziert sich überwiegend aus Spenden und Erbschaften, weder der Kreis noch das Land haben eine Verpflichtung, die Kosten des Tierheims zu tragen.
Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Ausgaben des Tierheims verdoppelt: auf eine halbe Million Euro. Spätestens, wenn im Januar der Heizöltank gefüllt werden muss, wird das Finanzpolster aufgebraucht sein. Die Schließung des Kreistierheimes, in dem pro Jahr 1500 Tiere unterkommen, wäre dann besiegelt.
Aus diesem Grund entschied ich mich die Prominenz in der Umgebung um Hilfe zu bitten. Fragen kosten ja nichts. Und so schrieb ich einige Sportler, Sänger und benachbarte Unternehmen wegen einer Geld- oder Sachspende an.
Heute kam ein erstes Feedback – ein Paket vom VFB Stuttgart. Darin enthalten: T-Shirts, Tassen, Kalender und viele andere Merchandise-Artikel, die umgehend an das Tierheim weitergeleitet werden. Denn: An jedem ersten Sonntag im Monat wird von den Tierfreunden ein Flohmarkt veranstaltet. Ein paar Euro mehr für die Vereinskasse.
Ich bin gespannt und zwar wie ein Regenschirm, ob und wie sich die Nachbarn von Mercedes einbringen werden. Bei einer möglichen Sachspende schwirrt mir da etwas mit vier Rädern durch den Kopf.
Es ist Dienstag, halb zwölf. N24 strahlt den Polit-Talk „Links-Rechts“ aus. Zwei Moderatoren sitzen sich gemütlich beim Gläschen Wein gegenüber und „bearbeiten“ ihren Gast. Hajo Schumacher und Hans-Hermann Tiedje, zwei renommierte Journalisten, zwei Männer vom Fach. Und doch macht sich einer von Ihnen zum totalen Gespött – zumindest meines Erachtens nach.
Das liegt nicht an der Rhetorik und auch die Kompetenz stelle ich nicht in Frage. Doch wieso muss der einstige BILD-Chefredakteur Tiedje regelmäßig mit einer qualmenden Zigarre im Maul seine Show abziehen?
Vielleicht bringt der Wikipedia-Eintrag ein wenig Licht ins Dunkel. Nun ja, Tiedje ist wie erwähnt Journalist. Er ist aber gleichzeitig Vorstandsmitglied und Aufsichtsratsvorsitzender zweier Unternehmen. Manager und Zigarren – das liegt bekanntlich nahe. Wie auch immer – für die Sendung mag das sicherlich ein Widererkennungsmerkmal sein, für mich ist das schlichtweg lächerlich und stillos.
Eine Straßenbahn mitten auf der Stuttgarter Königstraße? Ja die gab es mal wirklich, ist aber schon ein Weilchen her. Das und noch vieles mehr aus der Historie der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg gibt es auf der Webseite „Von Zeit zu Zeit“ zu entdecken.
Das Projekt, initiiert von der Stuttgarter Zeitung und in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und der Volkshochschule verwirklicht, ist eine Geschichtswerkstatt, bei der sich jeder mit seinem Wissen einbringen kann – ein Prinzip, das von „Eines Tages“ (SPIEGEL-Online) bekannt ist.
Wer als Chronist nichts beitragen kann, der sollte wenigstens als Besucher auf der Seite vorbeischauen. Es ist interessant zu sehen, wie sich das Stadtbild der Schwabenmetropole im Laufe der Zeit verändert hat.
Wenn Polit-Moderator Michel Friedman auf Rapper Sido trifft, dann prallen zwei Welten aufeinander. In der TV-Sendung „Friedmann schaut hin“, die vor einiger Zeit auf N24 ausgestrahlt wurde, begab sich der Journalist Friedmann, der auch als „Paolo Pinkel“ bekannt ist, auf einen Streifzug durch die Welt des umstrittenen Rappers.
Das ungleiche Paar plauderte über das Leben im Ghetto, Hartz IV, Sidos neue Rolle bei „Popstars“, sie duzten sich und sie wurden persönlich. Friedmann etwa nannte Sido einen „spießigen Bauarbeiter, der ganz dringend mal abnehmen sollte“. Sido konterte mit der Bemerkung, Friedmann sehe aus wie Dieter Bohlens Mallorca-Nachbar. Es war also eine ganz amüsante Begegnung der beiden.
N24 scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Der Nachrichtensender will auch ein Stück vom Quoten-Kuchen abhaben und was eignet sich da besser als auf den Verdummungs-Zug aufzuspringen.
Abschied tut weh, aber wenn es nicht anders geht, dann muss es eben sein. Gemäß jener Überlegung entschied ich mich nach vielen Jahren der Treue, meinem jetzigen Mobilfunkbetreiber den Rücken zu kehren. Die Zukunft trägt die Farbe Magenta.
Ja, die Telekom hat mich nach der Einführung ihrer neuen Tarife in der vergangenen Woche endgültig geködert – Datenskandal hin oder her. Besser gesagt war es das Iphone, das mich gelockt hat – der neu gestaltete Tarif gab den letzten Ausschlag.
Die 16 GB-Version, weiß, wurde am letzten Donnerstag bestellt. In wenigen Wochen – Ende des Monats läuft mein Mobilfunkvertrag aus – werde auch ich stolzer Besitzer des angesagten Gadgets sein – hoffentlich.
Nun heißt es warten. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.
UPDATE:
Fast jeder dritte Nutzer eines Apple iPhone hat den Netzbetreiber gewechselt, um in den Besitz des Smartphones zu kommen. Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungs-Institues NPD Group waren in den USA 30 Prozent der iPhone-Kunden, die sich in diesem Sommer für das Apple-Handy entschieden, vorher bei einem anderen Netzbetreiber unter Vertrag.
Als ich hörte, dass Josh Brolin den US-Präsidenten George W. Bush mimt, habe ich gedacht, das passt ja gar nicht. Der Trailer lehrte mich eines Besseren. Zugegeben, optisch ist die Besetzung strittig, aber akustisch macht sich Brolin verdammt gut als Bush. Hier der Trailer zur Präsidenten-Parodie „W“ von Oliver Stone:






