Dieburg hat mich wieder – nach drei Monaten erholsamer Sommerferien bin ich in der hessischen Provinz angekommen.
Ja, es tut verdammt gut wieder im Studentenwohnheim zu sein. Da ist der nächtliche Lärm, wenn der erbarmungslose Nachbar wieder einmal seine Reggae-Platten auflegt, da ist die verdreckte Küche, die einem Salmonellenbunker gleicht oder die Cannabis-Geruchswolke auf dem Balkon, die einem in den Kopf steigt – ein tolles Leben eben.
Apropos Leben – meine im Stich gelassenen Pflanzen haben die drei Monate ohne jegliche Liebe und Pflege überlebt, dachte schon, ich stoße nach der Rückkehr auf eine Seuche in meinem Zimmerchen. Mitnichten.
Verändert hat sich aber auch einiges: Von Oktober an wird das Wohnheim nicht mehr vom Studentenwerk Darmstadt betrieben. Das Mietverhältnis wurde von einer britischen Immobilien-Firma übernommen.
Diese hat die Mietekosten gleich mal – man höre und staune – um 24 Euro gesenkt. Sparen ist immer gut – das dachten sich auch die neuen Hausherren, denn im Gegenzug wird an Strom und Wasser gespart. So gibt es in den Korridoren der Wohngemeinschaft kein durchgehendes Licht mehr und die Türen zur Hälfte aller Badezimmer sind verriegelt.
Was soll’s, man kann schließlich nicht alles haben! Der Standort des Wohnheims hingegen – zwei Minuten Fußmarsch zur Hochschule – tröstet über alle Unannehmlichkeiten hinweg. Dennoch erschien ich heute leicht verspätet zur Vorlesung.






2 comments
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Oktober 17, 2008 um 1:00
Theresa, stellvertretend für alle anderen
Hey Bartek,
wir brauchen für alles ein bisschen länger – auch fürs bedanken. Also erst jetzt: Merci vielmals für den Kalender, den allein in den Händen zu halten dir körperliche Schmerzen zugefügt haben muss.
So viel Einsatz von einem StZonline-Praktikanten wissen wir zu schätzen – und lässt und FAST darüber hinwegsehen, dass du uns KEINEN Kuchen gebacken hast – aber eben auch nur fast
Viele liebe Grüße – auch von allen anderen Onlinern
Theresa
Oktober 17, 2008 um 2:03
Bartek
Dann kann ich das Geschehene nun einigermaßen mit meinem Gewissen vereinbaren – aber nur fast!