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Was ist denn da los – das war mein Gedanke, nachdem ich mir gerade eben den aktuellen Kurs der BVB-Aktie zu Gemüte geführt habe. Diese wurde mit 1,29 Euro auf dem Frankfurter Parkett gehandelt. Eine neue Bestmarke - zumindest in meiner Zeit als Shareholder.

Deutsche Profi-Fußballer verweilen in der Winterpause, doch der Kurs schießt trotzdem in die Höhe, wie geht das denn bitte? Ziemlich verwirrend, auch für mich – bis jetzt. Nach einschlägiger Recherche in den Weiten und Tiefen des Internets liegt die Antwort nun quasi auf der Hand.
Hier ein nette Erklärung, die die Sache wirklich veranschaulicht: Man stelle sich einen Obstmarkt vor, auf dem Bananen (Aktien) angeboten werden. Sind viele Leute da, die die Banane kaufen wollen – wir gehen davon aus, dass es nur eine einzige Banane gibt – dann steigt der Preis bis nur ein Käufer übrig bleibt, der die Banane erwerben kann. Das gleiche gilt, wenn es einen Haufen Bananen gibt, aber nur wenige Leute, die die gelben Früchte kaufen wollen. Dann wird der Preis eben solange gesenkt, bis sich ein Käufer findet.
Auf Aktien übertragen bedeutet dies: Sind viele Käufer vorhanden, also mehr als Aktien am Markt, dann steigt der Kurs. Gibt es mehr Aktien als Käufer, dann fallen diese. Angebot und Nachfrage also entscheiden den Kurs.
Dieses Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage wird zudem durch Spekulanten beeinflusst. Wenn beispielsweise Porsche die Produktion eines neuen Modells ankündigt und anschließend vorab eine Million Kaufaufträge meldet, bedeutet das natürlich einen satten Gewinn für das Unternehmen. An der Börse wird darauf spekuliert, dass dieser Fall eintritt. Die Folge: Immer mehr Interessenten für die Porsche-Aktie tauchen auf der Bildfläche auf und der Kurs steigt.
Gleiches Szenario bei schlechten Nachrichten: Wenn ein Unternehmen kurz vor der Pleite steht, dann will die Aktie eben keiner und das Papier verliert an Wert.
Alles klar? Wenn das also auch weiterhin so erfreulich laufen sollte, dann können die BVB-Kicker meinetwegen ihren Urlaub verlängern. Ein solider sechster Platz ist in der Aktienwelt offensichtlich nicht alles.
Achja, verkaufen werde ich trotzdem nicht – schließlich bin ich ein Langzeitinvestor!
Eine lustige Redensart ist jene obige. Lustig wird sie erst recht, wenn der „Heilige BimBam“ als Album-Titel herhalten muss. So im Falle meines rappenden und singenden Homies Binjam, der sich bei seinem ersten Solo-Projekt eben für diesen Namen entschieden hat. (Der Name erfüllt jedenfalls seinen Zweck und bleibt definitiv im Gedächtnis haften).
Die „Heiliger BimBam“-EP wird am 19. Januar des neuen Jahres – wie man so schön im Hip-Hop-Slang zu sagen pflegt – released oder gedropped. Am gleichen Tag wird auf der jüngst enstandenen Website auch das erste Video „Dirty Diana“ veröffentlicht.
Behaltet also das Geschehen im Auge!
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Hier der Song „Du bist nicht allein“ von Binjam zum Anhören oder Downloaden.
Am kommenden Sonntag, 28. Dezember, werden drei Beiträge unseres Studiengangs auf HR-Info zu hören sein. Und zwar direkt nach den Nachrichten um 11.30 Uhr, in der halbstündigen Sendung „Kulturen“.
Die Kooperation zwischen unserer Hochschule und dem Hessischen Rundfunk kam im Rahmen eines Semester-Projektes zustande.
Hier geht’s zum LIVE-STREAM.
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Wer die Sendung verpasst haben sollte – so wie ich beispielsweise – der kann den Radio-Beitrag über den Islam-Konvertiten Volker Qasir hier anhören oder downloaden.
Eine Politik-Vorlesung kann manchmal recht trocken sein, ja ermüdend. Um sich vor dem Einnicken zu retten, ist Kreativität gefragt.
Man kann sich beispielsweise im Duell mit dem Nebensitzer auf die Suche nach Fehlern im Skript des Professors begeben. Man kann auf dem Mobiltelefon überaus wichtige Mails checken, man kann das Internet unsicher machen oder sich die aktuelle Ausgabe des Spiegel zu Gemüte führen.
Oder man steht (sitzt) Model und läßt von sich ein Phantombild erstellen. Das Ergebnis meiner künstlerisch äußerst begabten Kommilitonin Lysann möchte ich euch nicht vorenthalten:

Ja, als Präsident der Vereinigten Staaten lebt man gefährlich. Vor allem wenn man George Bush heißt.
Bei seinem überraschenden Besuch im Irak entging Bush nur knapp einer dicken Beule am Kopf. Ein irakischer Journalist wollte sich nämlich auf einer ganz besonderen Art vom Präsidenten verabschieden und bewarf ihn mit seinen beiden Schuhen. „Das ist der Abschiedskuss, du Hund“, rief der wütende „Attentäter“.
Die Schuhe verfehlten ihr Ziel nur knapp. Schade eigentlich. Und George nahm’s mit Humor.
Kennt ihr Karl Bartos? Nein? Macht nichts, muss man nicht unbedingt kennen. Ich kannte ihn auch nicht, bis, ja bis er am gestrigen Montag ein Live-Konzert auf dem Campus in Dieburg gab. Wer ist nun dieser Mann? Karl Bartos ist ein deutscher Musiker, DJ, Songwriter und ehemaliges Mitglied der Band „Kraftwerk“.
„Kraftwerk“, ja da war doch was, ist aber schon eine Weile her. Richtig! „Sie ist ein Model und sie sieht gut aus“, na macht’s jetzt klick? Für dieses Meisterstück der elektronischen Musik war die im Jahr 1970 in Düsseldorf gegründete Band verantwortlich.
Und was macht Karl Bartos, der mit seiner Band Musik-Größen wie etwa David Bowie, Depeche Mode oder Duran Duran inspirierte, ausgerechnet in Dieburg? Eine berechtigte Frage. Der gute Mann referierte an unserer Hochschule im Rahmen der „Media Monday“-Vortragsreihe zum Thema „Die rhythmische Leinwand“.
Anschließend ging’s für Bartos, der seit 2004 nebenbei an der Universität der Künste in Berlin lehrt, in die Aula. Dort lieferte er eine anderthalbstündige audiovisuelle Show ab. Und das bedeutet: Auf der Bühne wurde ein mobiles Tonstudio deponiert und auf drei Leinwänden entstand das, was Bartos „Medium Flow“ nennt, ein Abbild des Informationsflusses unserer Mediengesellschaft. Kurzum: Musik verbunden mit Bildern.
Die elektronischen Klänge wurden in regelmäßigen Abständen durch Bartos unterbrochen, der häppchenweise mit englischen Phrasen und Wörtern um sich warf. Das wiederum erinnerte mich stark an Mo-Do. Den kennt ihr aber bestimmt. Ich sage nur, „Eins, zwei, Polizei“.
Ich weiß, ich sollte mich schämen, aber hier das Video mit dem tiefsinnigen Text, nur der alten Zeiten wegen:
Kein Witz, ich habe das Magazin tatsächlich in den Kühlschrank gesteckt. Ich habe es für etwa fünf Minuten zwischen Gouda-Käse, Hähnchenschlegel und gegrillter Putenbrust deponiert, um anschließend einen faszinierenden Effekt zu beobachten, den Effekt der Thermochromie.

Das mit Thermofarbe überzogene Cover änderte je nach Temperatur ihre Farbe. Im Kühlschrank lief das Titelblatt dunkel an, nach einigen Minuten bei Zimmertemperatur erhellte es wieder. Wahnsinn!
Aber eins nach dem anderen. Es war Freitag, Darmstädter Hauptbahnhof, ich wartete auf den Zug nach Dieburg. Zehn Minuten Verspätung hallte es durch die am Bahngleis angebrachten Lautsprecher, eine Verspätung, schon wieder. Ich machte mich zum nächsten Zeitungskiosk auf – die Alternative zum Frieren auf der Sitzbank.
Meine Augen durchscannten die prallgefüllten Regale und dann, ganz zufällig, erblickte ich das Magazin mit dem roten Faden in der Heftmitte, mit dem Goldschnitt wie bei der Heiligen Schrift und mit der Aufforderung auf dem Cover „Hand auflegen – Erleuchtung finden“ – Moment mal, das klingt ja tatsächlich nach der Bibel. Ich griff jedenfalls zu. Was ich dann in meinen Händen hielt war die aktuelle Ausgabe des „Human Global Zufall“.
Verantwortlich für das Magazin, das insgesamt vier Ausgaben umfasst, ist Dennis Buchmann, ein einfallsreicher Absolvent der Deutschen Journalisten Schule in München. Ende 2007 gewann der 30-Jährige den Ideen-Wettbewerb Scoop! der Axel-Springer-Akademie. Das Konzept: In jeder Ausgabe erscheinen sechs Reportagen über Menschen rund um den Globus, die der Zufall zusammengeführt hat, also die in irgendeiner Weise persönlich miteinander zu tun haben.
Beispiel: Viet arbeitet als Elektroingenieur in Hanoi, auf einer Party lernte er Natalie kennen, die von Vietnam nach Ruanda gezogen ist und dort als Architektin das wohl geschichtsträchtigste Hotel der Welt renoviert. Sie wiederum hat sich während einer Schwangerschaftsvertretung in Kigali mit dem Wasserbauingenieur Christof angefreundet, der für sauberes Trinkwasser auf Samoa sorgt usw. Ergänzt werden die Texte durch aufwendige Fotostrecken. Und der Internetauftritt führt die Zeitschrift digital fort und bietet Blogs der Autoren, Fotos und Filme vom Making Of.
Dennis Buchmann hatte die Idee, Axel-Springer das Kapital. Und so wurde ihm neben der Sieg-Prämie in Höhe von 500.000 Euro auch ein kompetentes Team aus Medienmachern und Fotografen zur Seite gestellt.
Genug der Worte, nun folgt der Praxis-Test, ich muss rausfinden, was zum Teufel Christof mit Roi, einem Trekking-Guide in Israel zu tun hat und dann geht’s noch nach Indien und in die Hauptstadt Bulgariens.
Es war kalt, eiskalt, auf dem Darmstädter Weihnachtsmarkt. Doch die Aufgabe wurde bravourös gemeistert. Im Rahmen eines Videoschnitt-Kurses haben wir (Alexandra, Danny und meine Wenigkeit) das Geheimnis um die ungarische Delikatesse Langosch gelüftet.
In einem kurzen Beitrag, der sowohl bildtechnisch als auch musikalisch kaum an Dramaturgie zu überbieten ist, zeigen wir wie aus einem Stück Hefeteig die wohl beliebteste Brotspezialität der Hungaren wird.
Ein paar Worte Richtung der Neider: Trotz der bekannten Tatsache, dass sich Journalisten leidenschaftlich gern am Büffettisch tummeln, war es nicht die Absicht, uns auf dem Weihnachtsmarkt gratis durchzufuttern! Nein, es gab auch noch liquide vorweihnachtliche Präsente: Meine Kommilitonen durften sich über würzigen Glühwein und selbst gebrannten 52%-igen Schnaps freuen. Prost!
Hier das Meisterstück:
„Du weißt doch dieses Dings da, dieses, ja du weißt schon dieses Dingsbums halt!“ Ja, manchmal fehlen einem einfach die richtigen Worte. Solche sprachlichen Peinlichkeiten lassen sich aber vermeiden und es ist durchaus möglich auch die nicht alltäglichen Dinge bei Namen zu nennen, ohne jene umständlich erläutern zu müssen. Nach langer Suche habe ich nun eine Lösung gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Das Duden Bildwörterbuch der Gegenstände – ein hilfreiches Nachschlagewerk für die publizistische Arbeit. Darin enthalten: 384 Schautafeln mit rund 27.500 Begriffen aus allen Lebensbereichen.
Ja ja, ich weiß schon was ihr denkt, so etwas gibt es auch für die Kleinen, die dabei sind die Welt zu entdecken. Jenes Sachbuch hat damit natürlich nichts gemein. Nein, diese Lektüre ist für gehobene Ansprüche gedacht. Aber ich brauche mich hier nicht zu rechtfertigen!
Da fällt mir ein: Es weihnachtet schon sehr und mein Wunschzettel wartet noch auf mich.
Dieburg ist ein verschlafenes Nest in der hessischen Provinz und verfügt – man möge mich nicht steinigen – kaum über nennenswerte Attraktionen. Immerhin ein McDonalds ist zu verzeichnen, ja sogar einen Burger King gibt es da und unweit in Münster ein Subway-Restaurant (wieso ich einen Ort nach seinen Fast-Food-Filialen beurteile ist mir auch schleierhaft).
Irgendwie scheinen die Burger-Tempel das Potential der Stadt erkannt zu haben und das will eigentlich auch was heißen. Wie auch immer, Dieburg kennt keine Sau, außer man ist befangen, so wie meine Wenigkeit, die hier eben studiert.
Im Laufe der Zeit wurde ich jedoch eines Besseren belehrt, zumindest in puncto „prominente“ Einwohner der Stadt. Da gibt es beispielsweise das Vorzeige-Opfer der Finanzkrise Karlheinz Bellmann, der zur Kaupthing-Bank nach Island flog, um Auskünfte über seine verschwundenen 110.000 Euro zu erhalten und der seitdem in der Medienlandschaft als „Superheld“ bezeichnet wird. Ja, auch er kommt aus Dieburg!
Gerüchten zufolge soll auch eine Hälfte des Comedy-Duos „Badesalz“ eine Zeit lang in Dieburg gehaust haben. Wie wage diese Information doch ist, das zeigt die Tatsache, dass ich nicht einmal genau weiß, auf welchen von den beiden Witzbolden das zutrifft. Vielleicht war es doch die Nachbargemeinde und vielleicht sollte ich einfach einen Zeitzeugen befragen.
Bei der folgenden Persönlichkeit gibt es aber keine Zweifel: Der katholische Ordensmann Bruder Paulus. Sagt euch nicht viel, nicht wahr? Mir ging es bis vor kurzem genauso. Doch dann sah ich ihn, bei Anne Will im Ersten, aufklärend, debattierend und mit dem für mich so wichtigen Detail bei der Einblendung seines Namen: „Kapuzinermönch aus Dieburg“.
Meine anschließenden Recherchen ergaben, dass der Kirchenmann kein unbeschriebenes Blatt in der Medienwelt ist: Auf N24 hatte er eine eigene Talkshow, auf Sat1 nimmt er in kurzen Videos regelmäßig Stellung zu aktuellen Ereignissen, im Radio auf HR4 beantwortet er Fragen zu Glauben und Leben, er schreibt Bücher, referiert und ist ein gern gesehener Gast in Talksendungen jeglicher Art. Bruder Paulus, der inzwischen auch als TV-Mönch bekannt ist, hat sogar eine eigene Homepage.
Der Auftrag ist klar: Das Thema Bruder Paulus muss journalistisch ausgeschlachtet werden – auch wenn das schon längst geschehen ist -, ich will aber auch ein Stück vom Kuchen abhaben. Ein erster Versuch vor zwei Wochen verlief im Sand – der vielbeschäftigte Mönch war außer Haus. Ich bleibe am Ball. Kirchenmann, dich kriege ich noch!





