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Sieht er nicht nett aus auf einem Bild im Booklet seines neuen Albums „Meine Zeit“? Das soll der selbsterklärte Gangsta-Rapper sein? Wohl kaum! Schaut eher nach Schwiegermamas Liebling aus.
Nachdem der „Asylant mit dem krassesten Wortschatz“, wie sich Rapper Massiv selbst nennt, im vergangenem Jahr angeschossen und daraufhin in einer VIVA-Sendung von einem deutschen Musikproduzenten dazu aufgefordert wurde „mal die Fresse zu halten“ und „nicht so große Töne zu spucken“ scheint er aus seinen Fehlern gelernt zu haben. Er zeigt sich nicht mehr als cooler Gangsta-Rapper, gegen den keiner ankommt, nein, er zeigt sich von seiner menschlichen Seite, er lächelt.
Doch der Schein trügt. Schaut man sich die Trackliste des Longplayers an, stellt man schnell fest, dass Massiv mit „einfach mal die Fresse halten“ nicht allzu viel anfangen kann. Auf dieser findet man abermals Tracks wie „King Of Rap“ oder „Ich bin Deutscher Hip-Hop“. Watch your back Wasiem…
Es war ein eisig kalter Tag in Ulm, als ich am vergangenen Wochenende den Appellplatz des Konzentrationslagers Oberer Kuhberg betrat. Kälte, mit der die Häftlinge permanent zu kämpfen hatten, als sie etwa zu Winterzeit in nassen Klamotten appellierten oder als sie im Regen zur Leibesübungen aufgefordert wurden. Unter den Gefangenen befand sich damals auch ein gewisser Kurt Schumacher.
Kurt Schumacher? Ja, da war doch was. Richtig, sein Haupt ist auf der guten alten 2-DM-Münze zu sehen. Und der Mann schmückt jenes Geldstück nicht umsonst. Kurt Schumacher, einstiger Gegenspieler Konrad Adenauers und einer der Gründerväter der Bundesrepublik Deutschland, war in der Nachkriegszeit Vorsitzender der SPD und hatte maßgeblichen Anteil am Wiederaufbau der Partei. Ich muss eingestehen, dass auch ich den Namen nicht sofort zuordnen konnte – dürftige Allgemeinbildung!
Bevor Schumacher jedoch politische Geschichte schrieb, wurde er knapp zehn Jahre in diversen Arbeits- und Konzentrationslagern der Nazis festgehalten. Unter anderem eben auch im KZ Oberer Kuhberg, das um 1850 als Teil der Bundesfestung Ulm errichtet wurde.
Dort wurden zwischen November 1933 und Juli 1935 über 600 politische und weltanschauliche Gegner des NS-Regimes eingesperrt, malträtiert und gedemütigt. Den Peinigern ging es in erster Linie nicht um physische Gewalt, viel mehr stand die psychische Bestrafung an der Tagesordnung, resümierte unser Führer – nein, nicht der mit dem knappen Schnurrbart!
Zwar wurde im KZ Oberer Kuhberg niemand ermordet oder vergast, doch was sich später in Lagern solcher Art abgespielt hatte, das wissen wir alle – bis vielleicht auf die Pius-Bruderschaft und einige Typen aus dem Iran.
Der Rundgang weckte alte Erinnerungen in mir: Ich erinnerte mich an die Schulzeit. Damals, als wir im Winter mit der Klasse das Konzentrationslager in Dachau besuchten. Unser Lehrer, der über eine ausgeprägte sadistische Ader verfügte, ließ in klirrender Kälte verlauten: „Wir werden den gesamten Weg vom Bahnhof bis zum Konzentrationslager zu Fuß zurücklegen, dann wisst ihr was damals die Gefangenen durchmachen mussten!“
„Sauerei“, schreit abermals ein erboster FDP-Abgeordneter während der Rede eines Sozialdemokraten. Die Schüler neben mir auf der Zuschauertribüne des Landtags von Baden-Württemberg können sich ein Kichern nicht verkneifen. Doch so muss das bekanntlich ablaufen. Erst wird heftig debattiert, dann besinnt man sich wieder auf das Wesentliche und arbeitet anschließend gemeinsam an Lösungen. Das ist Demokratie!
Und auch am heutigen Dienstagvormittag ging es im Stuttgarter Parlament ans Eingemachte. An der Tagesordnung stand die Beratung des Gesetzesentwurfs der Landesregierung über die Feststellung des Staatshaushaltplans von Baden-Württemberg für das Jahr 2009.
Ministerpräsident Günther Oettinger ließ sich von dem Trubel nicht aus der Ruhe bringen. Der 55-Jährige war ausschließlich mit seinen vor ihm liegenden Akten, Beschlüssen und Formularen beschäftigt, die er mit einem Kopfschütteln, gelegentlich aber auch mit einem Nicken, quittierte. Ob da auch ein Bescheid der Finanzaufsicht dabei war?
Es ist nicht lange her, gerade mal ein paar Tage, als wir den Leistungsnachweis für das FLASH-Seminar einreichen mussten. Der zuständige Professor wünschte sich eine animierte Wegbeschreibung von unserem Zuhause bis zur Hochschule, dazwischen zwei bis drei bebilderte Zwischenstopps. Inzwischen müsste er beim Sichten des Materials sein.
Heute durfte ich die folgende Nachricht in Twitter vernehmen: (Nein, ich bin der Twitter-Community nicht beigetreten!)
Na hoffentlich war das auch niemand von unserer Hochschule…





