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Eigentlich hatte ich auch vor mich den Beileidswünschen der Online-Community anzuschließen und damit Abschied zu nehmen von einen meiner Helden vergangener Tage. Nun lasse ich das sein und schließe ihn in meine Gebete ein.
Abschied nahm auch die TITANIC-Redaktion vom „King Of Pop“ – selbstverständlich auf ihrer eigenen, originellen Weise. Ruft man die Internetpräsenz des Satiremagazins auf, bekommt man die folgende Hommage an Jacko zu sehen:

Dass die Titanic-Redaktion Sinn für Humor hat, ist kein Geheimnis. Heute habe ich wiederholt feststellen können, welch ein lustiges Völkchen sie sind. Was war passiert? Nun, ich war dabei die Redaktion anzuschreiben und kopierte die E-Mail-Adresse auf der Homepage.
Beim Einfügen jener, bekam ich anstelle der gewünschten Adresse folgende Botschaft zu Gesicht:
infoNoeSPAM@ spammer-haben-kleine-schniepel! titanic-magazin.de
Was? Du weißt nicht was ein Schniepel ist?! Drück mich!
Wir schreiben das Jahr 2020, China bricht zusammen. Im Jahr 2050 überholt Polen politisch als auch wirtschaftlich Deutschland. Und 50 Jahre später fordert Mexiko die USA heraus. Klingt vielversprechend, oder? Genau.
Nein, es ist kein neuer Film von Steven Spielberg, den ich hier jetzt ankündigen möchte. Es geht um ein neues Buch, das meine Neugier geweckt hat.
Aus diesem Grund werde ich jenes mit dem Titel „Die nächsten hundert Jahre: Die Weltordnung der Zukunft“, in dem George Friedman, amerikanischer Politikwissenschaftler und Gründer der Denkfabrik STRATFOR seine Prognosen erläutert, käuflich erwerben.
Und seid gespannt: Ich werde in regelmäßigen Abständen Kapitel und interessante Gedanken aufgreifen und rezensieren – zumindest nehme ich mir das hiermit vor!
Ja, auf Ebay kann man so einiges ersteigern. Da gab es mal die „Ich drücke dir die Daumen“-Wünsche, da gab es die berühmte Papierkugel, die Werder Bremen den Sieg gegen den HSV bescherte und da gab es Gerüchten zufolge eine Mutter, die ihr Baby verkaufen wollte.
Heute fand ich auch was spannendes: Rapper Kollegah bietet eine exklusive Punchline samt Zertifikat an. Aktueller Stand: 52 Gebote, 321 Euro. Kollegahs Statement, siehe hier:
Nun ja, jemand, der sich selbst als Punchline-King Deutschlands bezeichnet hat es eigentlich nicht nötig auf dieser Weise Geld zu machen, oder?
Als Student ist man leider nicht so mobil, wie man es gerne wäre. Ohne ein eigenes Auto ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Es bleibt einem nichts anderes übrig als die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Oder eben die Dienste der netten Menschen von der Mitfahrzentrale.
Seit etwas mehr als einem Jahr pendele ich auf dieser Weise zwischen Stuttgart und Darmstadt bzw. Ulm. Man spart bares Geld und bis vor kurzem hatte ich auch sonst keinen Grund mich zu beschweren. Bis zu jenem Samstag, an dem ich dringend nach Ulm musste und aufgrund einer Zugverspätung in Heidelberg festsaß.
Dann kam Alexander, ein vermeintlicher Ingenieur aus Berlin mit Französisch-Kenntnissen, etwa 40 Jahre alt, Kleidungsstil: asozial. Entschuldigung, aber wenn jemand ein Sakko trägt, dazu eine Dreiviertel-Jogging-Hose aus Polyester und glänzende Schnürschuhe ohne Socken, dann ist jene Kritik mehr als berechtigt. Ich hätte da schon wissen müssen, dass dieser Typ nicht alle Tassen im Schrank hat!
Wie auch immer, ich stieg in den 5er-BMW, eine Alternative hatte ich an diesem Tag schließlich nicht, mit mir waren noch zwei weitere Insassen an Bord. Das Unheil nahm seinen Lauf. Die gesamte Fahrt hinweg, also etwa 200 Kilometer, telefonierte dieser unberechenbare Bursche mit seinem Handy, offensichtlich mit anderen potentiellen Mitfahrern, mit denen er sich hitzige Wortgefechte lieferte.
Einer von ihnen war dermaßen entrüstet, dass er ausfallend wurde. Alexander legte beleidigt auf. Nach einer kurzen Bedenkpause rief er jedoch zurück und drohte mit einer Anzeige wegen Nötigung, sollte sich der Gesprächspartner nicht entschuldigen. Falls das allerdings geschehe, dann wäre Alexander sogar bereit, ihn direkt von der Haustür abzuholen – was für ein Psycho, dachte ich mir.
Bei Geschwindigkeiten bis zu 180 Km/h, warf er außerdem schon mal einen Blick in seinen Terminkalender, selbstverständlich drohte dadurch das Auto in regelmäßigen Abständen aus der Fahrbahn zu schießen – ich wollte nur raus!
Unsere Konversation verlief hingegen ruhig und freundlich. Aber so sind doch die ganzen Amokläufer, Serienkiller, erst lullen sie dich ein und ehe du dich versiehst, tragen sie deine Ohrläppchen um den Hals.
Nach rund zwei Stunden kamen wir am Ziel an. Da er vor der Fahrt fünf Euro pro 100 Kilometer verlangte, rechnete ich demzufolge mit zehn Euro an Fahrtkosten. Ich zückte einen Zwanziger aus der Tasche, Alexander wünschte mir einen schönen Abend. Ich dachte, ich spinne und er schlüpfte derweil seelenruhig und ungeniert in eine frische Jeans – mitten auf dem Parkplatz.
Ich bestand unerbittlich auf mein Rückgeld. Letzten Endes musste ich 13 Euro berappen, das Navigationssystem dieses Halsabschneiders zeigte anscheinend 230 Kilometer an und plötzlich war nicht der Preis pro 100 Kilometer ausschlaggebend, sondern pro Beifahrer. Die ganze Sache war mir irgendwann zu peinlich, ich zog verärgert von dannen.
Doch ich wusste, dass ich nun einen Auftrag hatte – ich musste die Mitfahr-Community vor diesen Profitmacher warnen! Ich setzte ihn auf der einschlägigen Web-Plattform auf die schwarze Liste. Und schau her, ich war nicht der Erste! Zahlreiche Leidensgenossen meldeten sich zu Wort, die Rede war von unangebrachten Verhalten sowie gefährlichen Fahrstil. Ob sich Alexander jene Worte zu Herzen nimmt, das wage ich zu bezweifeln. Jedenfalls schrieb er mich daraufhin an:
Tut mir leid, wenn es Dir die Fahrt nicht gefallen hat.Dass ich Dir zuviel verlangt habe, liegt an einem Versehen. Mir erschien die Strecke, auch wegen dem Stress sehr viel länger. Ich begründete die 13€ aber deutlich mit den 5€/100km. Das zeigt ja schon, dass ich Dich nicht übervorteilen wollte.Der besagte Stress am Telefon führte ja zu dem Fehler. Nur musst Du zugeben, dass ich mit Kopfhörer telefonierte. Das ist gestattet.Wir kamen zügig nach Ulm. Zu schnell bin ich auch nicht gefahren. Und auch sicher. Außerdem bin ich Dir in Deiner Argumentation weitestgehend entgegen gekommen. Das erwähnst Du gar nicht.
Fakt ist, dass die meisten Reklamanten ihn wegen Verdacht auf Gewerbsmäßigkeit anprangern, der Arme muss permanent unter Stress stehen…
Sein Humor ist umstritten, seine Wandlungsfähigkeit steht jedoch außer Frage. Die Rede ist von Sacha Baron Cohen. Berühmt wurde der Brite durch den Film „Borat“, in dem er einen Reporter aus Kasachstan mimt. Damals begab er sich auf eine etwas andere „Forschungsreise “ in die USA.
Inzwischen hat er den Bart abrasiert und seine Haare geglättet. Aus Borat wurde Brüno, ein homosexueller österreichischer Modejournalist, der bald im Kino zu sehen sein wird. Und er ist wirklich nicht wieder zu erkennen:

Auch was eine erfolgreiche PR-Aktion ausmacht, weiß der 37-Jährige zweifellos – je provokanter, desto besser. In diesem Sinne erlaubte er sich bei den letzten MTV Movie Awards eine skandalträchtige Darbietung – Rapper Eminem kann ein Lied davon singen.
Wer’s verpasst hat, hier die Bilder:





