FriedmanIst George Friedman etwa auch ein Verschwörungstheoretiker, der in seinem Buch „Die nächsten 100 Jahre – die Weltordnung der Zukunft“, die Menschheit in der Hand von gierigen Bankiers sieht? Schaun mer mal, ich bin schließlich erst beim Prolog angelangt.

Jedenfalls, wirft der Politik-wissenschaftler und Experte für Geopolitik – wie der Buchtitel schon sagt – einen Blick in unsere  Zukunft. Doch wie macht er das denn? Ist da ein neuer Nostradamus am Start? Ist Friedman gar im Besitz einer Kristallkugel? Nein, nicht ganz, letzteres streitet er zumindest bereits im Vorwort ab.

Friedman, auch Geschäftsführer der Denkfabrik STRATFOR, beschreibt sein politisches Frühwarnsystem folgendermaßen: „Was ich habe, ist eine Methode, die mir – trotz aller Unvollkommenheit – beim Verständnis der Vergangenheit und beim Blick in die Zukunft gute Dienste geleistet hat. Ich sehe meine Aufgabe darin, hinter der scheinbaren Unordnung der Geschichte eine Ordnung zu erkennen und zu prognostizieren, welche konkreten Ereignisse, Tendenzen und Technologien diese Ordnung hervorbringen wird.“

Friedmann analysiert also die vergangenen Jahrhunderte, benennt die wichtigsten Entwicklungen der Gegenwart und leitet daraus ab, was uns in den kommenden Jahrzehnten erwartet.

Dass er sich dabei irren wird und dass nicht alles so zutrifft, wie er es skizziert, verstehe sich von selbst, erläutert der Autor, der sich als „konservativen Republikaner“ beschreibt.

Also gut, nächster Halt Kapitel 1: „Das Amerikanische Zeitalter“.