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Ich weiß nicht, vielleicht werde ich mir das neue Album von „Tokio Hotel“ doch nicht zulegen. Nachdem ich die äußerst destruktive Rezension auf amazon.de gelesen habe, bin ich aus allen Wolken gefallen. Das Schlimmste: Die Musik klingt jetzt auch noch nach Hip-Hop, das geht gar nicht…

Heute habe ich meine S-Bahn in Esslingen verpasst. Zum Glück tauchte eine Kollegin auf, die mich dann zum Hauptbahnhof nach Stuttgart kutschierte. Als meine Tätowierung auf der Innenseite des rechten Arms zum Vorschein kam, fiel natürlich die Frage: „Was ist denn das da?“
Ich: „Ja, ‘Makaveli The Don’, war ein Pseudonym meines Lieblings-Rappers, der inzwischen nicht mehr am Leben ist, 2Pac hieß er, vielleicht sagt dir der Name etwas.“
Sie, die als Auslandskorrespondentin einige Jahre in Italien lebte: „Klar kenne ich den, 2Pac habe ich sogar einmal auf einer Modenschau in Mailand gesehen. Dort hat er ein kleines Konzert gegeben.“
Ich: Geschockt, sprachlos, neidisch…

Der folgende anonyme Dialog entstand irgendwann im Laufe des heutigen Abends, nach den dramatischen Ereignissen in Stuttgart-Zuffenhausen:
*****
„Du, hast’s schon gehört, der Wiedeking wurde heute entlassen.“
„Aha und aus welchem Grund war er denn im Gefängnis?“
SPIEGEL-ONLINE Schlagzeile, 22. Juli 2009:
Meinetwegen Ralph, ich bin dabei!
Der erste Tag bei den Twitterern, was geht so ab? Stalken wir ein wenig herum. Hier vermutlich ganz gewöhnliche, alltägliche Statements der Prominenz, die nur so sprühen vor gehaltvollen Informationen, weltbewegenden Fragen und tiefsinnigen Weisheiten:
Basketball-Legende Michael Jordan etwa twittert schon mal beim Essen: „Eating Risotto and a Salad.“
Mariah Carey ist indes etwas produktiver: „In the studio, yet again.
„
Und Rapper Chamillionaire macht Feierabend: „Leaving the studio….I guess I’ll hit the club tonight instead of beatin yall at bowling…“
Britney Spears hat die Arbeit noch vor sich: „Went for a boat ride with my boys. Sweden is one of the most beautiful places in the world! Back in the studio with Max! Tmw Helsinki – Brit.“
Viel um die Ohren, hat derzeit auch Gouverneur Schwarzenegger im krisen-geschüttelten Kalifornien: „Starting another meeting with all the legislative leaders.“
Def Jam-Mitbegründer Russell Simmons haut eine Weisheit nach der anderen raus: „Perseverance means more than endurance more than simply holding on until the end Fight the good fight of faith. Pure faith promotes miracles“ oder: „Best way to get what u „want“ is to give it to others. ..BEST (Most direct) way to make money is make it for others.“
Und Rapper Noreaga, der nonstop twittert – so scheint es jedenfalls – stapelt tief oder steckt derzeit in der Midlife-Crisis: „Everybody wit everyday regular jobs that wake up in the morning and go to work I salute u cause u r the real hero’s.“ Um sich ein wenig abzulenken, wird dann die Glotze eingeschaltet: „Watching money talks until king of queens comes on at 4.“ Verdient hat sich Nore die Pause allemal, denn zuvor hat er sein Pensum erfüllt: „Just finished writing 3 songs!!! Have to rest my brain and my hand right now!!!“
Zum Abschluss widmet sich Chamillionaire den relevanten Dingen des Lebens: „What do you think will come after Twitter? What will take it’s place like Twitter did myspace?“ Und da offenbar niemand in jene interessante Diskussion einsteigen möchte, gibt sich der Südstaaten-Rapper die Antwort selbst: “Twittspacebook.”
Ja, der ganz normale Wahnsinn eben.
Na gewiss doch, wozu eine Passage im vorangegangenen Eintrag quetschen, wenn ich mir hier stolz übers dichte Haar fahren und denken kann, mit einem neuen Beitrag hast du wieder was für deinen Blog getan!
Aber zurück zum Ernst des Lebens: Es ist kurz nach drei, ich bin noch wach und die Dramaturgie des Films nimmt gerade ihren Lauf. Während Obama als Lügner entlarvt wird, bin ich mit der halben Hirnhälfte in der Wikipedia-Datenbank.
Für alle Interessierten, hier ein Artikel über die letzte Konferenz der Bilderberger, erschienen in der Frankfurter Rundschau.
Zwei Dinge sind mit schleierhaft. Obwohl sich die Bilderberger nicht unbedingt vor der Öffentlichkeit verstecken, zumindest was die regelmäßigen Treffen angeht, kann ich nicht nachvollziehen, weshalb sie so wenig präsent sind in den Medien.
Der zweite Punkt hängt unmittelbar mit dem ersten zusammen. Wie aus dem Rundschau-Artikel hervorgeht und was auch im Wikipedia-Eintrag nachzulesen ist, sind auch stets Journalisten unter den Teilnehmern der Konferenz. Berufsbedingt frage ich mich, was tun sie dort und warum berichten sie nicht über jene Treffen?
Hmm, ist es doch das tolle Büffet, was sie paralysiert und folglich arbeitsunfähig macht? Wenn’s um kostenlose Verpflegung geht, stehen Journalisten an vorderster Front, heißt es bekanntlich.
Ob das Kennedy-Attentat, die Anschläge vom 11. September oder die Ermordung von Tupac – ich muss zugeben, Verschwörungstheorien fesseln mich.
Augenblicklich bin ich dabei ein weiteres Geheimnis zu lüften. Es geht um Barack Obama, es geht um die USA, ach was, es geht um die Welt, um eine neue Weltordnung.
Die Dokumentation mit dem Titel „The Obama Deception“, was übersetzt „Der Obama Schwindel“ heißt, handelt von einer global agierenden Organisation namens die Bilderberger.
Die Mitglieder, zumeist einflussreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Militär und vor allem aus der Bankenwelt, der Wall Street, sollen die wahren Strippenzieher hinter den Regierungen sein. Was auf ihrer Agenda steht, wird auch in die Tat umgesetzt.
Besonders brisant: Barack Obama soll eine Marionette jener Vereinigung sein, die im Verborgenem operiert. Der US-Präsident soll systematisch aufgezogen worden sein. Und jetzt an der Spitze, als der vermeintlich mächtigste Mann der Welt, tanzt er nach der Pfeife der Bilderberger.
Und Obama soll nicht der erste US-Präsident sein, der von diesen Schattenmännern gelenkt wird. Das letzte Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten, das souverän das Land regierte, wurde 1963 in Dallas erschossen – wobei wir wieder bei JFK wären. Und da Kennedy politisch gesehen gegen den Strom schwamm, wurde er liquidiert. Auf wessen Anordnung? Richtig, auf die der Bilderberger.
Eigentlich hatte ich auch vor mich den Beileidswünschen der Online-Community anzuschließen und damit Abschied zu nehmen von einen meiner Helden vergangener Tage. Nun lasse ich das sein und schließe ihn in meine Gebete ein.
Abschied nahm auch die TITANIC-Redaktion vom „King Of Pop“ – selbstverständlich auf ihrer eigenen, originellen Weise. Ruft man die Internetpräsenz des Satiremagazins auf, bekommt man die folgende Hommage an Jacko zu sehen:

Dass die Titanic-Redaktion Sinn für Humor hat, ist kein Geheimnis. Heute habe ich wiederholt feststellen können, welch ein lustiges Völkchen sie sind. Was war passiert? Nun, ich war dabei die Redaktion anzuschreiben und kopierte die E-Mail-Adresse auf der Homepage.
Beim Einfügen jener, bekam ich anstelle der gewünschten Adresse folgende Botschaft zu Gesicht:
infoNoeSPAM@ spammer-haben-kleine-schniepel! titanic-magazin.de
Was? Du weißt nicht was ein Schniepel ist?! Drück mich!
Im Westen Stuttgarts geht die Angst um. Rechtschaffene Studenten – wie mein werter Kommilitone – werden um ihre Tageszeitung gebracht, diese wird einfach aus dem Briefkasten entwendet. Es gibt keine Zeugen und auch vom Täter fehlt jede Spur. Doch bevor man den dreisten Dieb morgens um sechs, im Treppenhaus auflauert, versucht man ihm erst einmal ins Gewissen zu reden. Das geht dann etwa so:

Wenn alle Stricke reißen sollten, empfiehlt sich der Rat eines Yahoo-Clever-Nutzers, der auf die Frage eines Kameraden, was er denn tun könne, wenn ihm zwei bis drei Mal in der Woche die abonnierte Zeitung aus dem Briefkasten geklaut werde, folgende Antwort wusste:
„Ich empfehle da die Taktik aus dem Film „Der bewegte Mann“. Nimm dir einen x-beliebigen Nachbar (am besten einen, der schwächer ist, als du) zur Brust. Erkläre ihm, dass deine Zeitung geklaut wird und er von nun an verantwortlich dafür ist, dass jeden Tag eine Zeitung bei dir im Kasten steckt. Sollte dies nicht der Fall sein, gehst du davon aus, dass er sie genommen hat und er somit die Konsequenzen zu tragen hat.“
Schnappe ihn dir, Danny-Boy!





