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Heute feiert Michael Jacksons „This Is It“ weltweit Premiere. In der Dokumentation, in der die finale Proben des „King of Pop“ gezeigt werden, ist auch Shannon Holtzapffel zu sehen. Der Australier gehörte zu den auserwählten Tänzern, die gemeinsam mit „Jacko“ auf die Tour der Superlative gehen sollten. Im Interview spricht der 24-Jährige Choreograf, der Video-Clips für Musik-Größen wie Britney Spears, Fergie oder Janet Jackson inszenierte und unter anderem auch für die putzigen Tanzeinlagen des Kaiserpinguins Mumble im oscarprämierten Animationsfilm „Happy Feet“ zuständig war, über seine Zusammenarbeit mit dem „King of Pop“. (Zum Todestag Jacksons und dessen körperliche Verfassung wollte/durfte sich Shannon Holtzapffel indes nicht äußern.)*****
Heute feiert die Dokumentation „This Is It“ ihre Premiere. Haben Sie den Film schon gesehen?
„Nein, ich habe den Film leider auch noch nicht gesehen, genauso wie die anderen Tänzer. Aber dadurch kann ich es kaum erwarten den Film mit dem Rest der Welt zu sehen. Die Verantwortlichen wollten das so. Sie wollten, dass der Film auch eine Überraschung für uns Tänzer wird.“
Zeigt er den Michael Jackson, wie Sie ihn auch persönlich erleben durften?
„Der Film kommt sehr rau und unbearbeitet daher. Er zeigt Michael Jackson während den Proben, also in einer Phase, in der ihn Fans nie sehen durften. Bei der Dokumentation handelt es sich um Material, aufgenommen von einem Kamera-Team, das uns über die gesamte Entstehungsdauer der Show begleitet hatte – die letzten drei Monate in Michaels Leben.“
Sie gehörten zu den auserwählten Tour-Tänzern, wie kam es dazu?
„Als ich von dem Vortanzen gehört habe war ich in Australien und habe an einer Choreografie für eine TV-Show gearbeitet. Dann nahm ich den nächstmöglichen Flieger nach Los Angeles. Ich gehörte zu 500 Tänzern, die aus der ganzen Welt kamen, um sich beim Vortanzen zu beweisen. Eine Zusammenarbeit mit Michael Jackson stand ganz oben auf meiner Liste, es war mein ganz großer Traum.“
Der „Moonwalk“ zählte vermutlich nicht zu den Aufnahmebedingungen. Beherrschen Sie ihn trotzdem?
„Ja, ich beherrsche den „Moonwalk“. Mit dem „Moonwalk“ fing eigentlich meine Tanzkarriere an. Als ich zwei Jahre alt war versuchte ich diesen legendären Tanzschritt zu lernen. Damals sah mein „Moonwalk“ jedoch aus, als würde ich mir meine Füße abwischen.“
Was für ein Gefühl war es gemeinsam mit dem „King of Pop“ auf der Bühne stehen zu dürfen?
„Sein Zauber war einfach überwältigend.“
Wie würden Sie „Jackos“ Verhältnis zu seinen Tänzern beschreiben?
„Wir waren wie eine Familie.“
Die „This Is It“-Tour sollte eine Show der Superlative werden. Was hätte die Zuschauer erwartet?
„Die Tour wäre mehr als nur eine weitere Show mit Michael geworden. Er hat das für seine Fans gemacht, seine Kinder und die Welt. Michael Jackson wollte die Welt heilen – mit seiner Musik, seinem Tanz und seiner Liebe.“
Gab es bei den Proben einen besondere Situation mit Michael, an die Sie sich erinnern?
„Es gibt zahlreiche Momente mit Michael Jackson, an die ich mich gerne erinnere. Besonders lustig war es aber, als Michael gemeinsam mit allen Tänzern auf der Bühne stand und Kenny Ortega, der stellvertretende Regisseur der Show, uns den weiteren Ablauf erklärte. Michael stellte sich plötzlich hinter ihn, tanzte wie ein kleiner Junge und hörte ihm überhaupt nicht zu. Auch wir konnten dann nicht mehr zuhören und hatten nur Augen für das bewundernswerte Genie. Schließlich bat Kenny Michael um Aufmerksamkeit. Michaels Antwort: Er wandte sich Kenny zu und legte dabei einen total coolen Tanzschritt ein. Ich und alle anderen konnten nicht mehr, was wir sahen, war einfach unbeschreiblich! Michael war als Tänzer mit Leib uns Seele dabei. Ich bin unheimlich glücklich, in seiner Nähe gewesen zu sein.“
Hatten Sie eine Gelegenheit sich von Michael Jackson zu verabschieden?
„Michael grüßte uns immer. Das war außergewöhnlich. Als wir uns das letzte Mal sahen, sagte er zu mir: „Ich liebe dich“. Dann umarmten wir uns.“
Kurz nach seinem Tod haben Sie demonstrativ „THIS IS NOT IT“ getwittert. Lebt Michael für Sie weiter?
„Ich zelebriere Michael Jackson. Er lebt in meinen Gedanken weiter, in meiner Seele und vor allem lebt er durch seine Musik weiter.“
Er war zweifellos der „King of Pop“. Er war aber auch eine umstrittene Persönlichkeit. Wie behalten Sie ihn in Erinnerung?
„Für mich war Michael Jackson einer der wunderbarsten, positivsten, talentiertesten, sanftmütigsten und fürsorglichsten Menschen überhaupt. Lang lebe der ‚King of Pop’! Es war mir eine Ehre, einer der letzten Ritter des Königs gewesen zu sein!“
Vielen Dank für dieses Gespräch.
Im Rahmen einer Hausarbeit hatte ich die Ehre ein Interview mit Gabriele Rittig führen zu dürfen. Gabriele Rittig ist seit 1989 Rechtsanwältin des Satire-Magazins Titanic. Einmal im Monat nimmt sie die aktuelle Ausgabe des Magazins unter die Lupe, um die Redaktion vor strafrechtlichen Konsequenzen zu bewahren. Im Interview spricht die Anwältin für Presserecht über ihre Arbeit, das Satire-Verständnis in Deutschland und verrät welche Partei keinen Sinn für Humor hat.
Frau Rittig, wie viel Spaß verstehen Sie?
Genug offenbar.
Ist es von Vorteil, als Anwältin eines Satire-Magazins eine ausgeprägte Ader für Humor zu haben?
Selbstverständlich, sonst könnte ich mich in die Texte ja nicht hineindenken.
Sie nehmen jede Ausgabe des Magazins unter die Lupe, wie kann man sich das vorstellen, worauf achten Sie dabei?
Ich lese alle Texte, die von meinen durch mich ja schon wunderbar ausgebildeten Redakteuren als potentiell gefährlich eingestuft wurden und achte insbesondere auf Formalbeleidigungen wie Idiot, Knalldepp, Oberpfeife und natürlich auch auf Behauptungen, die beleidigend wären, stimmten sie nicht oder wären nicht durch einen entsprechenden Anlass seitens der betroffenen Person ausgelöst.
Halten die Redakteure auch schon mal während eines Artikels Rücksprache mit Ihnen?
Ja, aber das kommt nicht allzu häufig vor.
Kommt es vor, dass eine Ausgabe ohne jegliche Beanstandung Ihrerseits abgesegnet wird?
Ja, häufig.
Haben Sie derzeit viel um die Ohren?
Nein, zurzeit ist es eher ruhig.
Wie sind Sie eigentlich zum Titanic-Magazin gekommen?
Lange Geschichte, ich kannte Peter Knorr (Einer der Gründer des Magazins) aus meiner Zeit als Praktikantin beim Hessischen Rundfunk schon aus den 70er Jahren, und wollte ursprünglich über „Satire und Justiz“ promovieren, ein leider nicht abgeschlossenes Werk.
Ihr Lebensmotto lautet: Widerstrebt viel, gehorcht wenig. Mit dieser „auflehnenden Einstellung“ sind Sie wohl genau richtig bei einem Magazin, das gewissermaßen gegen den Strom schwimmt.
In der Tat.
Ich entnahm Ihrer Vita, dass Sie zum Verhältnis Satire und Justiz wissenschaftlich geforscht haben. Was genau haben Sie gemacht?
Wie schon erwähnt, habe ich in meiner Zeit als wissenschaftliche Assistentin eine Dissertation über Satire begonnen, die leider unvollendet blieb. Ich habe damals die noch erhebliche konservativere und schlecht dokumentierte Rechtsprechung zu Satireprozessen dokumentiert und ausgewertet.
Journalismus gilt als eine Ihrer Vorlieben. Haben Sie auch selbst für das Magazin geschrieben?
In den frühen Jahren habe ich einiges in Titanic veröffentlicht, über die laufenden Prozesse zum Beispiel, aber auch zwei oder drei andere Beiträge über Spanien, einen zusammen mit Borowiak (Simon Borowiak, ehemaliger Redakteur bei Titanic). Früher war ich auch bei den Konferenzen dabei, inzwischen habe ich dafür leider keine Zeit mehr.
Sie betreuen das Magazin seit 1989. Konnten Sie seitdem im Bezug auf den juristischen Umgang mit Satire Unterschiede ausmachen?
Unterschiede in der Behandlung der Satire gibt es auf mehreren Gebieten, zum einen eine Veränderung der Steine des Anstoßes, früher hatten wir eine erhebliche Anzahl von Verfahren wegen Religionsbeschimpfung, insbesondere zu Beginn des Pontifikats des Karol Wojtyla, später häuften sich die Probleme mit Werbeparodien. Damals war die Rechtslage für die satirische Verwendung von Marken bzw. Anzeigengestaltungen noch relativ unklar, dies änderte sich dann Ende der 90er Jahre. Ich gehe davon aus, dass auch das starke Ansteigen von Satire- bzw. Comedysendungen im Fernsehen die Verständnisschwelle der Betroffenen etwas erhöht hat. Vor einigen Jahren gab es eine Phase von eher „privaten“ Anzeigeerstattern, bedingt wahrscheinlich durch den Umstand, dass mittels Internet oder auch in sonstigen Publikationen auch Privatpersonen vermehrt an die Öffentlichkeit treten, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass dies dann gegebenenfalls auch von Satirikern zur Kenntnis genommen wird. Beiträge in der Rubrik „Briefe an die Leser“ haben zu solchen Reaktionen geführt. Insgesamt kann man aber sagen, dass die Zahl der Verfahren stetig abgenommen hat, offenbar verträgt die Republik inzwischen doch mehr Spaß als früher. Oder die Beiträge sind harmloser geworden…
Wie viel Satire verträgt Deutschland und ist die Bundesrepublik toleranter als andere Länder?
Toleranter als andere Länder sicher nicht, Spanien zum Beispiel publiziert in seinem Magazin „El Jueves“ teilweise viel härtere Beiträge als wir, insbesondere, was das antiklerikale Genre angeht. Das amerikanische Presserecht ist wegen der hochangesiedelten Bedeutung der Meinungsfreiheit teilweise auch liberaler als unseres.
Chefredakteur Leo Fischer sagte in einem Interview, die heutigen Politiker würden Satire als PR verstehen. Stimmen Sie dieser Aussage zu und erheben Politiker heutzutage seltener Klage?
Helmut Kohl hat Satire sicher für sich genutzt, auch Roland Koch ist ziemlich resistent und entweder gut beraten oder humorvoll. SPD-Politiker haben ersichtlich ein geringeres Satireverständnis, wenn wir von Politikern verklagt wurden, gehörten sie immer der SPD an.
Ist der Ausgang eines Prozesses auch davon abhängig, ob der Richter Sinn für Humor hat?
In hohem Maße.
Gibt es den typischen Titanic-Kläger?
Den typischen Kläger gibt es eigentlich nicht, aber im Zweifel erhöht es die Klagefreudigkeit, wenn jemand sich gerade in einer eher emotional empfindlichen Position befindet: Keiner mag es, wenn man sich über eine Todesanzeige lustig macht, sei sie auch noch so grotesk, und ein Politiker auf dem absteigenden Ast klagt eher als einer, der auf der Welle des Erfolges schwimmt. Daher rührt vielleicht die gehäufte Empfindlichkeit auf Seiten von SPD-Politikern.
Wenn Sie zurückblicken, an welchen Prozess erinnern Sie sich in all den Jahren besonders?
Besonders haften bleiben natürlich Niederlagen – dass ich damals mit Henscheid gegen den Sohn von Böll verloren habe, halte ich heute noch für ein absolutes Fehlurteil, und dass – auch wenn ich die Sache selbst damals nicht bearbeitet habe – Engholm so teuer geworden ist, das wurmt mich auch. Aber der Fall Engholm zeigt auch recht deutlich, dass auch Richter natürlich Schwierigkeiten mit der Objektivität haben, wenn es um Politiker geht. Insgesamt scheinen sie öfter dem Irrtum zu erliegen, ein Urteil, mit dem Satire freigesprochen wird, bedeute für sie zugleich eine Parteinahme für den Sieger, was sicherlich nicht wahr ist. Insofern hat Tucholsky immer noch recht, der einmal sagte, Richter hätten nur festzustellen, dass mehrere Meinungen im Volke vertreten seien, die alle ihre Existenzberechtigung haben, eine Forderung, die nach wie vor nicht immer Gehör findet.
Frau Rittig, vielen Dank für dieses Gespräch.
Diesen Vorwurf macht Matthias Schröder, sehbehinderter Läufer, den deutschen Medien. Und ich nehme mir jene Kritik zu Herzen und propagiere hiermit den Behindertensport!
Im Rahmen eines Semester-Projektes kooperierte unser Studiengang mit dem Wissenschaftsmagazin „Spektrum der Wissenschaft“ und ich hatte die Ehre den 26-Jährigen, der bei den Paralympics 2008 in Peking die Goldmedaille über 400 Meter holte, zu interviewen. In dem Gespräch äußert sich der Berliner zu seiner Sehschwäche, seinen größten sportlichen Triumph sowie zu den Stellenwert des Behindertensports.
Kurz-Bio: (Bild: Matthias Schröder im Hintergrund, sein Begleitläufer Eric Franke im Vordergrund)
Matthias Schröder ist am 24. September 1982 in Berlin geboren. Seit dem sechsten Lebensjahr leidet der Sportler unter einer Sehbehinderung namens Makuladegeneration. Bei dieser genetisch bedingten Krankheit, wird ein Eiweißprodukt, das zum Überleben der Netzhaut benötigt wird, nicht mehr produziert. Das hindert den 26-Jährigen jedoch nicht daran, seiner Leidenschaft nachzugehen – dem Laufen.
Matthias Schröder läuft in den Disziplinen über 100, 200, 400 und über 4×100 Meter Sprint, außerdem ist er auch im Weitsprung aktiv. Er ist mehrfacher Deutscher Meister, Europameister und Weltmeister. Zu seinen größten Erfolgen zählen der Gewinn der Silbermedaille über 200 Meter bei den Paralympics 2004 in Athen sowie die Goldmedaille über 400 Meter bei den Paralympics 2008 in Peking.
Schröder ist gelernter Industriekaufmann und arbeitet bei den Berliner Verkehrsbetrieben im Bereich Kommunikationsmanagement. Das nächste Großereignis, auf das der 26-jährige Athlet hinarbeitet, ist die Weltmeisterschaft der Behinderten in Neuseeland im Januar 2011.
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Doch das war noch nicht alles, in diesem Semester wurde geklotzt, nicht gekleckert! Und so ist auch ein Video-Beitrag über die Parkour-Jungs vom Team Ashigaru enstanden, die ich bereits vor einiger Zeit promotet habe.
FERTIG! Nach vielen Stunden schweißtreibender Arbeit ist das Interview mit dem Kapuzinermönch Bruder Paulus nun online als pdf-Datei zu haben und zwar hier. Da das Gespräch über knapp fünf Seiten geht, habe ich mich entschieden jenes nicht direkt im Blog zu publizieren.
Der Ordensmann erzählt im Interview, warum er mit 16 Jahren sein gesamtes Hab und Gut verschenkt hat, wieso er verrückt genug war, um ins Fernsehen eingeladen zu werden und weshalb er der Meinung ist, dass Muslime zwangsläufig die Steinigung von Ehebrecherinnen tolerieren.





