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Da grinst er, der Steini und lässt das Modell-Flugzeug hoch in die Luft steigen. Wozu sich den Stress als Kanzler geben, nicht wahr?  Die Marketing-Leute von „Conrad Electronic“ scheinen viel Humor zu haben. Und auch hellseherische Kräfte. Denn: Nach dem Wahldebakel ver-zichtet Frank-Walter Steinmeier auf den SPD-Parteivorsitz. Dadurch wird sich Frankie wohl tatsächlich über mehr Freizeit in seinem Leben freuen dürfen.

„So ein Scheißspiel, da passiert ja eh nix mehr!“, sagte sich der Sport-Journalist selbstsicher, stellte den vorgeschriebenen Text ein und verabschiedete sich vorzeitig in den Feierabend – ein Szenario, das sich bei der Sport-Berichterstattung häufig  abspielt. So wie am gestrigen Abend, als der Ball in der Champions League rollte.

FCBDa vermeldete der Sat.1-Videotext den 3:0-Sieg Bayern Münchens gegen den israelischen Meister Maccabi Haifa. Also zumindest das Ergebnis. Im Spielbericht war die Rede vom 1:0-Triumph, das war aber der Spielstand bis zur 85. Minute. Zehn Minuten später merkte das auch der Kollege vom Spätdienst und setzte eine aktualisierte Meldung rein.

Ich erinnere mich an dieser Stelle gerne an das verdutzte Gesicht von Manager Uli Hoeness, als ihn einst der Moderator zum 3:0-Sieg seiner Bayern beglückwünschte. „Vielen Dank Herr Wontorra, aber wir haben in der Nachspielzeit noch ein Tor mehr gemacht“, erwiderte der Uli. Zu entschuldigen wäre der Fehler allerdings  mit dem zeitlichen Druck, unter dem die Redaktion gearbeitet hat. Die TV-Sendung endete um 18 Uhr, das Bundesliga-Spiel zehn Minuten früher.

Jesus und die Bibelgeschichte = Fake, 9/11 = Fake, Osama Bin Laden = Fake. Globaler Strippenzieher = die Kreditinstitute. Jaja, die Wahrheit schmerzt, aber so schaut’s eben aus – zumindest, wenn es nach Peter Joseph geht, dem Regisseur der Dokumentation „Zeitgeist“.

Als leidenschaftlicher Verschwörungstheoretiker hatte ich gestern viel Freude an dem Film, der eine Reihe von Thesen rund um das Christentum, die Anschläge vom 11. September sowie die brisante Verbindung zwischen der Bankenwelt und Kriegswirtschaft aufgreift.

Vieles war mir bekannt. Beispielsweise die Tatsache, dass etliche Gottheiten wie etwa Horus, Hauptgott in der ägyptischen Mythologie, erstaunlicherweise den gleichen Lebenslauf (u. a. Empfängnis durch eine Jungfrau, Tod durch Kreuzigung, Auferstehung nach drei Tagen) vorweisen wie Jesus und das zum Teil tausende Jahre vor dem christlichen Messias.

Nichts Neues ist auch die Theorie des „Inside Jobs“ bei den Anschlägen am 11. September 2001 in New York oder die Figur Osama Bin Ladens, die als fiktiver Sündenbock herhalten muss.

Den „Aha-Effekt“ gab es hingegen beim Thema Finanzwelt und ihre globalen Machtansprüche, darunter die geheimen Interventionen in die Kriegswirtschaft und den Einfluss auf die Weltordnung. Demnach soll Amerika erst auf Druck der Banken in den 1. und 2. Weltkrieg eingetreten worden sein.

Zu guter Letzt wird ein gewisser Nicholas Rockefeller zitiert, ein Nachkomme der berühmten Unternehmerfamilie Rockefeller, aus der auch Gründer der mächtigen US-Notenbank hervorgingen. Rockefeller prophezeite den Angriff auf das World Trade Center, den anschließenden Einmarsch im Irak und Afghanistan sowie einen kommenden RDIF-Chip für Jedermann – Rockefeller zufolge sind all das konspirative Schritte auf dem Weg zu einer neuen Weltordnung. 

Nun, nach dem Film und nach allen anderen Filmen, die Verschwörungstheorien zum Gegenstand haben, weiß man letztlich, dass man gar nichts weiß. Das ganze Leben ist eben ein Quiz, Hape Kerkeling hat’s schon immer gewußt!

Für Querdenker ist der Film ein Muss. Und zum Querdenken geht’s hier entlang.

Dein SpiegelFluchen sollst du Menschenskind, fluchen! Wie sich die Zeiten geändert haben – was früher verpönt war, ist inzwischen wissenschaftlich durchaus ratsam. Denn, wie es links lautet, kann fluchen, Forschern zufolge, gar Schmerzen mildern.  Mit dieser äußerst bedeutenden Nachricht  erfreuen SPIEGEL-Redakteure die 9- bis 12-Jährigen unserer Nation.  Die bahnbrechende Erkenntnis ist nämlich im neuen SPIEGEL –Magazin namens „Dein Spiegel“ nachzulesen – in einer Zeitschrift für den Nachwuchs. Ausgerechnet dort. Da sage ich mal ganz spontan, so eine Scheiße!

Die erste Ausgabe habe ich gestern käuflich erworben. Weil, auch ich die Welt besser verstehen möchte – wie es auf dem Cover der 3,40 Euro teuren Zeitschrift heißt. Und was habe ich gelernt? Ich weiß nun, dass es Bastian Schweinsteiger langweilig wird, wenn er fünf Wochen lang die gleiche Frisur hat. Ich weiß auch wie man auf den Spruch „dein Pulli ist wohl von deiner Uroma“ kontern sollte, damit das Gegenüber baff ist. Nämlich: „Nee, der wurde neulich bei Ausgrabungen entdeckt.“

Und ich weiß auch, dass „Dein Spiegel“ nicht unbedingt kinderfreundlich daherkommt. Und wieso? Also bitte, wenn Jonas, 14, und Marja, 11, „Schweini“ fragen, was für ihn wichtiger sei, Toreschießen oder Sex, dann hat das Ganze nichts in einem Blatt für Kiddies verloren! Verdammt nochmal, ich habe mich das erste Mal nackt gesehen, da war ich 25 und das geschah ganz zufällig im Badezimmer – dieses „Badesalz“-Witzle musste sein.

Jetzt aber wieder zurück zum Ernst der Lage: Alles andere als pädagogisch wertvoll ist auch, wenn die beiden den Bayern-Spieler auffordern in einer fremden Sprache zu schimpfen und anschließend „vaffanculo“ zu hören bekommen. Wo kommen wir da hin?! Immerhin hat es Schweinsteiger nicht übersetzen wollen, dafür hat er Luca Toni vorgeschlagen.

Ein wenig Anstand scheint Basti, die Pappnase, in sich zu tragen. Er ist ja auch nicht mit „Dein Spiegel“ aufgewachsen…

Ich sage nur, jawohl Rupert, mach es! Denn: Der Medienmogul Murdoch will künftig die Online-Leser seiner Zeitungen zur Kasse bitten – darüber berichtet der aktuelle SPIEGEL/Spiegel-Online  im Artikel „Hoffnung in Lachsrosa“.

Spiegel-Online zufolge denkt auch der Axel-Springer-Verlag darüber nach bis Herbst Paid-Content-Angebote bei einigen seiner Lokalblätter einzuführen. Möglich also, dass Online-Journalisten bald mit einer Gehaltserhöhung rechnen können, das wäre toll, sage ich mal ganz befangen.

Und da alle guten Dinge drei sind, noch einmal SPIEGEL: Von heute an zeigt sich Spiegel-Online in einem neuen Design, der Relaunch wurde vollzogen und das hat sich geändert.

Unausgeschlafen stehe ich heute morgen am Stuttgarter Hauptbahnhof und vernehme leicht benebelt die Nachrichten auf dem Infoscreen. „Michael Jacksons Großmutter erhält Sorgerecht für seine Kinder“, flitzt es da über die Anzeige.Screen                                                             Moment mal, Michael Jacksons Oma? Da stimmt doch was nicht. Die liebe Dame würde sich wohl im Grabe umdrehen und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Großmama ist längst dahingeschieden.

Den Schnitzer mit der Großmutter leistete sich auch die Bunte-Redaktion im Juli. Dort war ebenfalls die Rede von Jackos Omi, die dann plötzlich Katherine hieß – wie die Mutter von Michael. Bunte-Meldung Jaja, es sind ganz seltsame Dinge, die sich um den Tod des „King of Pop“ ranken. Viertes Kind, Samen-Spende vom Arzt und jetzt ist auch noch die tote Oma im Spiel…

Was für eine Frechheit, dachte ich mir heute morgen in der S-Bahn, als ich den SPIEGEL-Artikel „Carpe Mortem“/Ausgabe 28, las. Der Autor beschäftigt sich darin mit Michael Jacksons Tod und dessen erbarmungsloser Vermarktung.

Bevor er Jacko in höchsten Tönen lobt was seine professionelle Arbeit angeht, bringt er Tupac ins Spiel und schreibt folgendes: „Doch Jackson war eben kein Rapper, der sich in der Flughafenlobby mal ein paar Reime einfallen lässt und sie vor dem Essen noch schnell aufnimmt“.

Was ist denn da los in Hamburg? Das geht ja gar nicht! Gibt’s da keinen Rap-Beauftragten, der nach diesem Absatz auf die Barrikaden hätte gehen müssen? War Tupac nicht der Poet schlechthin, der bis heute seinesgleichen sucht? Schon der Wikipedia-Eintrag hätte Licht ins Dunkel bringen müssen, dort heißt es: „In Hip-Hop-Kreisen wird 2Pac eine unverwechselbare, lyrische Fähigkeit im traditionellen Sinn von Literatur zugesprochen.“

Was bedeutet dieser Lapsus nun? Einerseits nutzt die SPIEGEL-Redaktion offensichtlich Wikipedia nicht, was man ihnen eigentlich hoch anrechnen sollte. Andererseits hat sie von Rap nicht die geringste Ahnung!

WiedekingKaum ausgeloggt, gibt’s erneut einen Grund zu schreiben: Das ZDF zeigt gerade eine Sondersendung zum Abschied von Wiedeking.

Und wer wird nach einer Einschätzung und Prognose zu Porsche befragt? Niemand geringeres als die Leonberger Kreiszeitung!

Denn: Das Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach ist bekanntlich nur einen Katzensprung von Leonberg entfernt.

Und da Weissach über keine eigene Tageszeitung verfügt, deckt folglich das Leonberger Blatt die Gemeinde ab. Nichtsdestotrotz wollte ich hiermit den heimischen Qualitätsjournalismus erwähnt haben…

Diesen Vorwurf macht Matthias Schröder, sehbehinderter Läufer, den deutschen Medien. Und ich nehme mir jene Kritik zu Herzen und propagiere hiermit den Behindertensport!

Im Rahmen eines Semester-Projektes kooperierte unser Studiengang mit dem Wissenschaftsmagazin „Spektrum der Wissenschaft“ und ich hatte die Ehre den 26-Jährigen, der bei den Paralympics 2008 in Peking  die Goldmedaille über 400 Meter holte, zu interviewen. In dem Gespräch äußert sich der Berliner zu  seiner Sehschwäche, seinen größten sportlichen Triumph sowie zu den Stellenwert des Behindertensports.

Hier geht es zum Interview

Kurz-Bio: (Bild: Matthias Schröder im Hintergrund, sein Begleitläufer Eric Franke im Vordergrund)

Matthias SchröderMatthias Schröder ist am 24. September 1982 in Berlin geboren. Seit dem sechsten Lebensjahr leidet der Sportler unter einer Sehbehinderung namens Makuladegeneration. Bei dieser genetisch bedingten Krankheit, wird ein Eiweißprodukt, das zum Überleben der Netzhaut benötigt wird, nicht mehr produziert. Das hindert den 26-Jährigen jedoch nicht daran, seiner Leidenschaft nachzugehen – dem Laufen.

Matthias Schröder läuft in den Disziplinen über 100, 200, 400 und über 4×100 Meter Sprint, außerdem ist er auch im Weitsprung aktiv. Er ist mehrfacher Deutscher Meister, Europameister und Weltmeister. Zu seinen größten Erfolgen zählen der Gewinn der Silbermedaille über 200 Meter bei den Paralympics 2004 in Athen sowie die Goldmedaille über 400 Meter bei den Paralympics 2008 in Peking.

Schröder ist gelernter Industriekaufmann und arbeitet bei den Berliner Verkehrsbetrieben im Bereich Kommunikationsmanagement. Das nächste Großereignis, auf das der 26-jährige Athlet hinarbeitet, ist die Weltmeisterschaft der Behinderten in Neuseeland im Januar 2011.

**********

Doch das war noch nicht alles, in diesem Semester wurde geklotzt, nicht gekleckert! Und so ist auch ein Video-Beitrag über die Parkour-Jungs vom Team Ashigaru enstanden, die ich bereits vor einiger Zeit promotet habe.

Genug der Worte, check it out!

Informationsflut – das ist der Schlamassel, mit dem sich viele Leser eines Online-Nachrichtenportals herumplagen müssen. Die renommierte und ins Straucheln geratene „New York Times“ scheint eine Lösung gefunden zu haben. Auf dieser Seite stellt das Blatt den Prototypen einer neuen Online-Zeitung vor.

Wie übersichtlich nicht wahr? Alles geordnet auf einem Bildschirm. Wer wissen möchte was die „graue Lady“ noch alles anstellen möchte, um zu überleben, der möge einfach diesen Link folgen.

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