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Unausgeschlafen stehe ich heute morgen am Stuttgarter Hauptbahnhof und vernehme leicht benebelt die Nachrichten auf dem Infoscreen. „Michael Jacksons Großmutter erhält Sorgerecht für seine Kinder“, flitzt es da über die Anzeige.
Moment mal, Michael Jacksons Oma? Da stimmt doch was nicht. Die liebe Dame würde sich wohl im Grabe umdrehen und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Großmama ist längst dahingeschieden.
Den Schnitzer mit der Großmutter leistete sich auch die Bunte-Redaktion im Juli. Dort war ebenfalls die Rede von Jackos Omi, die dann plötzlich Katherine hieß – wie die Mutter von Michael.
Jaja, es sind ganz seltsame Dinge, die sich um den Tod des „King of Pop“ ranken. Viertes Kind, Samen-Spende vom Arzt und jetzt ist auch noch die tote Oma im Spiel…
Sieht er nicht nett aus auf einem Bild im Booklet seines neuen Albums „Meine Zeit“? Das soll der selbsterklärte Gangsta-Rapper sein? Wohl kaum! Schaut eher nach Schwiegermamas Liebling aus.
Nachdem der „Asylant mit dem krassesten Wortschatz“, wie sich Rapper Massiv selbst nennt, im vergangenem Jahr angeschossen und daraufhin in einer VIVA-Sendung von einem deutschen Musikproduzenten dazu aufgefordert wurde „mal die Fresse zu halten“ und „nicht so große Töne zu spucken“ scheint er aus seinen Fehlern gelernt zu haben. Er zeigt sich nicht mehr als cooler Gangsta-Rapper, gegen den keiner ankommt, nein, er zeigt sich von seiner menschlichen Seite, er lächelt.
Doch der Schein trügt. Schaut man sich die Trackliste des Longplayers an, stellt man schnell fest, dass Massiv mit „einfach mal die Fresse halten“ nicht allzu viel anfangen kann. Auf dieser findet man abermals Tracks wie „King Of Rap“ oder „Ich bin Deutscher Hip-Hop“. Watch your back Wasiem…
Es geht Schlag auf Schlag: Die „Heiliger BimBam“-EP ist so gut wie unter Dach und Fach. Nun wird auch das erste Video zu „Dirty Diana“ unter das Volk gebracht. Lasst euch das Masterpiece von Binjam featuring Tobias Tan von den Titans nicht entgehen!
„Dirty Diana“ wird zudem in der DasDing-Netzparade promotet. Also nichts wie hin und gebt eure Stimme für das Duo ab!
Hier das Video, voilà:
Eine lustige Redensart ist jene obige. Lustig wird sie erst recht, wenn der „Heilige BimBam“ als Album-Titel herhalten muss. So im Falle meines rappenden und singenden Homies Binjam, der sich bei seinem ersten Solo-Projekt eben für diesen Namen entschieden hat. (Der Name erfüllt jedenfalls seinen Zweck und bleibt definitiv im Gedächtnis haften).
Die „Heiliger BimBam“-EP wird am 19. Januar des neuen Jahres – wie man so schön im Hip-Hop-Slang zu sagen pflegt – released oder gedropped. Am gleichen Tag wird auf der jüngst enstandenen Website auch das erste Video „Dirty Diana“ veröffentlicht.
Behaltet also das Geschehen im Auge!
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Hier der Song „Du bist nicht allein“ von Binjam zum Anhören oder Downloaden.
Kennt ihr Karl Bartos? Nein? Macht nichts, muss man nicht unbedingt kennen. Ich kannte ihn auch nicht, bis, ja bis er am gestrigen Montag ein Live-Konzert auf dem Campus in Dieburg gab. Wer ist nun dieser Mann? Karl Bartos ist ein deutscher Musiker, DJ, Songwriter und ehemaliges Mitglied der Band „Kraftwerk“.
„Kraftwerk“, ja da war doch was, ist aber schon eine Weile her. Richtig! „Sie ist ein Model und sie sieht gut aus“, na macht’s jetzt klick? Für dieses Meisterstück der elektronischen Musik war die im Jahr 1970 in Düsseldorf gegründete Band verantwortlich.
Und was macht Karl Bartos, der mit seiner Band Musik-Größen wie etwa David Bowie, Depeche Mode oder Duran Duran inspirierte, ausgerechnet in Dieburg? Eine berechtigte Frage. Der gute Mann referierte an unserer Hochschule im Rahmen der „Media Monday“-Vortragsreihe zum Thema „Die rhythmische Leinwand“.
Anschließend ging’s für Bartos, der seit 2004 nebenbei an der Universität der Künste in Berlin lehrt, in die Aula. Dort lieferte er eine anderthalbstündige audiovisuelle Show ab. Und das bedeutet: Auf der Bühne wurde ein mobiles Tonstudio deponiert und auf drei Leinwänden entstand das, was Bartos „Medium Flow“ nennt, ein Abbild des Informationsflusses unserer Mediengesellschaft. Kurzum: Musik verbunden mit Bildern.
Die elektronischen Klänge wurden in regelmäßigen Abständen durch Bartos unterbrochen, der häppchenweise mit englischen Phrasen und Wörtern um sich warf. Das wiederum erinnerte mich stark an Mo-Do. Den kennt ihr aber bestimmt. Ich sage nur, „Eins, zwei, Polizei“.
Ich weiß, ich sollte mich schämen, aber hier das Video mit dem tiefsinnigen Text, nur der alten Zeiten wegen:
Der sandige Platz vor der großen Bühne ist rappelvoll. Oben auf jener wird ein gigantisches Plakat ausgerollt. Es zeigt den Mann, der in wenigen Augenblicken für ein musikalisches Erdbeben sorgen wird. Während der DJ dem Publikum mächtig einheizt, wird die Dramaturgie durch klassische Klänge gesteigert. Die Spannung scheint ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Und dann kommt er. Die Rap-Legende aus Kalifornien, der Mann, der Gangsta-Rap salonfähig machte, der Gangsta-Rapper schlechthin – Ice Cube. Gedoppelt von WC, seinem langjährigen Kameraden, performt er nebst zahlreichen Klassikern wie „It Was A Good Day“ auch Songs von seinem kommenden Album „Raw Footage“ und stellt abermals unter Beweis, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.
Ice Cube und WC live on stage:
Der rund einstündige Auftritt gehörte sicherlich zu den Highlights des MTV HIP HOP OPEN 2008 am vergangenen Samstag im Herzen Stuttgarts. Knapp 10000 Fans pilgerten auf das Festivalgelände „Reitstadion“ in Bad Cannstatt, um sich dem zwölfstündigen Hip Hop-Marathon zu stellen. Zum achten Mal – mit einer Auszeit im Fussball-Weltmeisterschaftsjahr – gab sich auch dieses Jahr die Crème de la crème des deutschen Hip Hop in der Landeshauptstadt die Ehre. Ice Cube und Ludacris, die beiden Headliner aus den USA sorgten abermals für ein hochkarätig und international besetztes Line-Up. Berliner Rapper Prinz Pi fungierte als Moderator und führte durch das Programm.
Bevor die „Großen“ ran durften machten Dude & Phaeb den Auftakt. Die Nachwuchs-Rapper aus Hildesheim gewannen den „MySpace Most Wanted“-Wettbewerb und bekamen somit die Gelegenheit auf dem OPEN ihr Können unter Beweis zu stellen. Zuvor mussten die beiden in einem Track erklären, warum ausgerechnet sie auf die Festival-Bühne sollten.
Es folgten Huss & Hodn aus Köln, Marteria aus Rostock, der sich mit Songs aus seinem neuen Album „Base Ventura“ empfahl sowie F.R. aus Braunschweig. Mit einem Mix aus Jazz, Broken Beats, HipHop, Samba, Reggae und Soul hatten anschließend Pete Philly & Perquisite ihren Auftritt. Die beiden Jungs aus den Niederlanden waren gewissermaßen für das Kontrastprogramm verantwortlich, fernab der Bling-Bling Attitüde und der „Sex Sells“ Mentalität. Im Anschluss zeigten die Stuttgarter Maeckes & Plan B vor heimischer Kulisse was sie drauf haben.

Olli Banjo lieferte wieder einmal eine energiegeladene Show. Nach dem gebürtigen Heidelberger waren die Looptroop Rockers an der Reihe. Die drei Schweden, Promoe, Supreme und EmBee reisten mit ihrer aktuellen Platte „Good Things“ im Gepäck an. Die CunninLynguists aus den USA, bestehend aus Kno, Deacon the Villain und MC Natti präsentierten danach den Southern Boom-Bap, wie sie ihren Rap-Stil selbst nennen.
Richtig laut wurde es, als der Maskenmann die Bühne betrat. Sido, unterstützt von B-Tight, untermauerte seine derzeitige Vormachtstellung in der deutschen Rap-Szene. Auf Wunsch seiner Anhänger ließ er sich zum Schluss nicht nehmen den quasi legendären „Arsch****-Song“ zu performen. Bevor Ice Cube das Haus rockte, sorgten die sieben Jungs von Culcha Candela mit lockeren Rhymes für gute Stimmung im Reitstadion.
Zur besten Prime Time konnte die Reunion von Dynamite Deluxe, also Samy Deluxe, Tropf und DJ Dynamite, gefeiert werden. Bejubelt wurde ebenfalls der erste Live-Auftritt von Ludacris in Deutschland. Der „Dirty South“ Rapper gab zu guter Letzt einen kleinen Vorgeschmack auf sein kommendes Album „Theater Of The Mind“, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Klassiker wie „Move Bitch“, mit denen Ludacris den Südstaaten-Rap auf ein neues Level brachte, kamen ebenfalls nicht zu kurz. Luda sorgte jedoch zwischenzeitlich für ein kollektives Kopfschütteln: Ohne Vorwarnung verließ der MC die Bühne – in der Tat kein würdiger Abschluss eines tollen Abends. Das dachte sich wohl auch der Rapper, als er dann doch wieder den Weg Richtung Bühne einschlug und mit einer Zugabe die Fans milde stimmte.
Und auch das Rahmenprogramm hatte es in sich. Wer sich die Beine vertreten wollte, konnte die zahlreichen Verkaufsstände aufsuchen, beim Freestyle-Battle mitmachen oder den Graffiti-Profis über die Schulter schauen. Auch wettertechnisch gab es nichts zu meckern – der Regen hielt sich zurück, zumindest bis zum Auftritt von Ludacris, was der Stimmung allerdings keinen Abbruch tat. Es war also ein rundum gelungenes Event für Fans, Veranstalter und Künstler oder um es mit den Worten von Ice Cube zu sagen: “It was a good day“.
Die Aktiven Artisten starten durch, straight from Benztown! Hier das Video zur ihrer ersten Single „Wir sind soweit“. Check it out!
Gerade eben habe ich deutschsprachigen Hip-Hop Webseiten entnommen, dass Rap-Star Bushido bald seine Biografie veröffentlichen wird.
Wie so oft frage ich mich, wie eingebildet und von sich überzeugt müssen Menschen sein, um mit Ende 20 eine Biografie zu verfassen. Hat Anis Ferchichi wie Bushido bürgerlich heisst, denn so viel in seinem relativ jungen Leben erlebt, dass dieses jetzt schon einen Wälzer füllt? Anscheinend schon.
Auf seiner Homepage lässt er jedenfalls verlauten: „Dieses Buch ist wie meine Musik und mein Alltag – überraschend und skrupellos!“ Doch Bushido erzählt in seinem Werk, an dem er zusammen mit einem Journalisten zwölf Monate lang gearbeitet hat, nicht nur wie es ist ein Gangster zu sein. Nein, der Berliner greift auch Themen wie Religion, Politik und die Suche nach dem Sinn des Lebens auf. Man kann also richtig gespannt sein
Ja da sage noch einer Hip-Hop wäre etwas für die junge Generation. Das Gegenteil beweisen die hippen Omis aus China. Statt Kaffekränzchen werden coole Moves einstudiert. Hier das Video von spiegelonline:
Rapper sind eine gefährliche Spezies, sagt man. Jene Musiker können Worte so formen, dass sie zu einer lyrischen Waffe werden. Es wird verbal attackiert, im Hip-Hop Jargon gesagt, gedisst. Was anfänglich mit einem nicht jugendfreien Text beginnt, kann jedoch schnell zu einer Schießerei auf der Straße werden. Aktuelles Beispiel: Die Schüsse auf den Rapper Massiv in Berlin.
So mancher US-Rapper braucht sich aber nicht einmal mehr die Hände schmutzig zu machen. Denn bei einigen schreckt der Name schon ab. Ihr Ruf folgt ihnen sozusagen voraus. Da erleben Namen wie Khadafi, Kastro, Edi Amin, Capone, Jim Jones oder die Gambino Family eine Renaissance.
Ob rücksichtslose Diktatoren, Mafia-Gangster oder durchgeknallte Sektenführer – ein historischer Name mit möglichst „Blut an den Händen“ gehört oftmals zum Image eines Rap-Stars genauso dazu, wie zehntnerweise Gold um den Hals, eine fette S-Klasse und halbnackte Schönheiten an der Seite.

Denn besonders im Hip-Hop Business gilt: Je negativer die Schlagzeilen, desto besser der Ruf. Illegaler Waffenbesitz, Knastaufenthalt, Drogenkonsum – was in der einen Welt ein Kopfschütteln auslöst, sorgt in der Hip-Hop Szene für eine bessere Reputation, für steigende Plattenverkäufe, für Geld und Erfolg. Kontrovers zu sein ist „in“, heute vermutlich mehr denn je.
Für diejenigen, die nur Bahnhof verstehen, habe ich eine kleine exemplarische Liste zusammengestellt, auf das Rapper-Pseudonym folgt die eigentliche Persönlichkeit:
Makaveli (2Pac) – Niccolo Machiavelli, umstrittener italienischer Politiker und Philosoph
Kastro – Fidel Castro, kubanischer Regierungschef
Khadafi – Muammar al-Gaddafi, Staatschef von Libyen
Fatal Hussein – Saddam Hussein, ehemaliger irakischer Diktator
Edi Amin – Idi Amin, ugandischer Diktator
Napolean – Napoleon Bonaparte, französischer Feldherr
Capone/Al Kapone – Al Capone, italienischer Mafiaboss
Noreaga – Manuel Noriega, korrupter Präsident Panamas
Gambino Family – Gambino Familie, ein Mafiaclan der Cosa Nostra
Nas Escobar – Pablo Escobar, kolumbianischer Drogenhändler
Jim Jones – Jim Jones, Gründer der „Peoples Temple“ Sekte
Khomeini – Ruhollah Chomeini, iranischer Ayatollah
Cassidy – Butch Cassidy, amerikanischer Gesetzloser
Daz Dillinger – John Dillinger, amerikanischer Gangster
Achja, wer noch auf der Suche nach einem originellen Pseudonym ist, der wird eventuell hier fündig:





